Work-Life-Balance: So können Sie nach Feierabend besser abschalten

Viele Menschen kennen das Problem: Es gab Uneinigkeiten mit den Kollegen, die Aufgaben im Büro werden immer stressiger und die Arbeit wird im Kopf mit nach Hause genommen. Die eigene Freizeit dient nicht mehr der Entspannung und vor dem Einschlafen grübeln wir. Wenn die Work-Life-Balance aus dem Ruder läuft, ist es Zeit etwas zu ändern. Denn ansonsten geht schnell die Motivation für den Job verloren und die Gefahr eines Burnouts besteht. In diesem Beitrag erhalten Sie Tipps, wie Sie nach Feierabend besser abschalten können.

Mehr Arbeit, weniger Freizeit

In der Regel können Sie als Mitarbeiter am reinen Arbeitsvolumen nichts ändern. Häufig drücken ein hohes Arbeitspensum sowie Überstunden den Genuss der eigenen Freizeit. Eine erste Hilfe kann es in dieser Situation sein, den Alltag im Büro stressfreier zu gestalten. Mit einer positiven Einstellung lassen sich viele Probleme unter Kollegen bereits minimieren. Auch die Aufgaben selbst können erleichtert werden, wenn es klare Absprachen und Zuständigkeiten gibt. Hilfreich sind hier Anwendungen zur Zusammenarbeit, mit denen verschiedene Teams konfliktfreier und organisierter ihren Aufgaben und Projekten nachkommen können. Ein gewisses Maß an Stress ist im Job natürlich nicht vermeidbar. Daher kommt es vor allem auf eine gesunde Herangehensweise der eigenen freien Stunden an, um eine gute Work-Life-Balance zu erreichen.

Kein Einzelproblem – der Job wird gedanklich mit nach Hause genommen

Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag von CosmosDirekt gaben 41 Prozent aller Frauen an, dass sie schon einmal das Gefühl hatten, nach Feierabend nicht richtig abschalten zu können. Bei den Männern waren es rund 36 Prozent, die von zu Hause aus schon einmal die nächste Arbeitswoche geplant haben. Ein gleiches Bild ergibt sich bei den frischen Absolventen und Berufseinsteigern, von denen nur ein Fünftel auf die innere Zufriedenheit in Karrierefragen achten würde. Kein Einzelproblem also. Auszeiten werden in der heutigen Zeit immer wichtiger. Denn die junge Generation hat gesehen, wohin zu viel Arbeit führen kann – Burnout, gescheiterte Ehe, keine

Zeit für die Familie

Nehmen Sie sich daher doch einmal Zeit, ihre Work-Life-Balance zu überprüfen. Denn im hektischen Alltag verlieren Berufstätige schnell den Blick für das Wesentliche. Wenn Sie Ihre Freizeit nicht mehr richtig genießen können, dann können folgende fünf Tipps hilfreich sein:

Tipp 1: Prioritäten vor Augen führen

Eine praktische Möglichkeit, sich die persönlichen Prioritäten erkenntlich zu machen, ist es, sie aufzuschreiben oder besser aufzumalen – hier ist das Balance-Rad ein praktisches Werkzeug. Dafür zeichnen Sie einen großen Kreis, den Sie in verschiedene Tortenstücke unterteilen. Jedes Tortenstück steht dabei für einen Lebensbereich – wie Beruf, Familie, Freunde, Freizeit, persönliche Entwicklung, Gesundheit und Co. Sie können natürlich weitere Dinge hinzufügen, die Ihnen in Ihrem Leben wichtig sind. Dann füllen Sie jedes Stück mit einer Farbe so weit aus, wie zufrieden sie jeweils mit diesem Bereich in ihrer derzeitigen Situation sind. Das fertige Rad zeigt Ihnen, ob Ihr Leben mit Ihren Bedürfnissen übereinstimmt und ob Nachholbedarf in einigen Sparten besteht.


Tipp 2: Kümmern Sie sich um sich selbst

Verschieben Sie sich selbst in der Prioritätenliste neben Job, Familie und Haushalt nach oben. Überlegen Sie sich, was Sie sich für Ihre Freizeit wünschen und was für eine gute Erholung sorgen könnte. Das kann beispielsweise ein entspannter Abend in der Badewanne sein oder auch eine Filmvorführung eines spannenden Films. Mit einer solchen Self-Care-Maßnahme haben Sie Energie getankt und können sich wieder besser um andere Dinge kümmern.

Tipp 3: Feste Pläne unter der Woche

Angestellten mit einer 40-Stunden-Woche fehlt häufig die Motivation nach Feierabend Freizeitaktivitäten nachzukommen. Planen Sie den Gang ins Fitnessstudio oder das Treffen mit Freunden unter der Woche genau – so können Sie sich leichter aufraffen und sich dabei zusätzlich von dem Stress ablenken. Halten Sie es dabei einfach und übernehmen Sie sich nicht: Statt mit dem Auto können Sie auch mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Statt selbst zu kochen können Sie sich in dem Restaurant um die Ecke mit Freunden verabreden.

Tipp 4: Mentalität ändern

Egal, in welchem Job oder welcher Lebenssituation: Jeder schleppt einen Katalog mit unerledigten Aufgaben mit sich. Selbst die Aufgaben in der Freizeit werden im Tageskalender festgehalten. Das führt neben einem schlechten Gewissen schnell zu einem ewigen „Ich-muss“-Druck. Nutzen Sie daher lieber flexible To-Do-Listen – hier gibt es viele Möglichkeiten, von der To-Do-Box über eine farbliche Kennzeichnung der Tasks bis hin zu nützlichen Apps. Mit dieser kleinen Änderung können die anfallenden To-Dos als „Kann-Aufgaben“ anstatt als gefühlte Pflicht wahrgenommen werden.

Tipp 5: Arbeit abgeben

Für eine bessere Work-Life-Balance ist es auch mal notwendig „Nein“ zu sagen. Viele Menschen möchten andere nicht belasten und geben deshalb keine Arbeit ab. Reißen Sie nicht alles an sich, sondern delegieren Sie Tasks und streichen Sie Termine und Pflichten, die nicht dringend sind. In vielen Fällen machen wir uns den Stress nämlich oft selbst.

Diese Tipps können bereits für eine bessere Work-Life-Balance sorgen, auch wenn sich an den reinen Arbeitsstunden nichts ändert – oft haben wir teils selbst schuld daran, wenn sie aus dem Ruder läuft. Denn über den „Life“-Teil des Balanceaktes haben wir selbst Einfluss. Wenn der „Work“-Anteil zu groß wird, können Sie zunächst mit Ihren Kollegen und Ihrem Chef über mögliche Veränderungen nachdenken. Falls der Stress auf der Arbeit dennoch zu hoch ist, sollten Sie möglicherweise über andere Perspektiven nachdenken – denn auf dem Sterbebett hat noch niemand bereut, zu wenig Zeit im Büro verbracht zu haben.



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