Gibt es Viagra aus der Natur?

Die Natur hält ja vieles bereit, das uns bei körperlichen und seelischen Leiden Linderung und ab und auch Heilung verspricht. Vielleicht gar nicht jedem bekannt, aber wissenschaftlich völlig außer Zweifel, ist hier beispielsweise die Weidenrinde. Sie enthält einen Wirkstoff, der dem Schmerz- und Fiebermittel Acetylsalicylsäure (ASS) ähnelt. Deshalb wird sie schon seit Jahrhunderten gegen Schmerzen und Fieber eingesetzt. Erst mit der billigen pharmazeutischen Fabrikation von ASS geriet sie dann aus dem gesellschaftlichen Gedächtnis.

Was die Weidenrinde gegen Schmerzen ist, könnte doch die Brennnessel gegen Erektionsstörungen sein?

Sie lachen? Es ist aber ernst. Unsere heimische Brennnessel ist ein natürliches Viagra. Der erste Beweis: Früher war es Mönchen verboten, Brennnesselsamen zu essen, damit sie nicht unkeusch wurden. Brennnessel gelten unter Naturheilmittel-Experten:innen als ein wahres Wunderkraut. Und angesichts der unangenehmen Erfahrung, die wohl jeder schon mit Brennnesseln gemacht hat, klingt das vorstellbar, wenn man die Wirkung ins Positive lenkt. Dennoch stellen wir uns Sex auf einem Brennnesselfeld nur für Hartgesottene als lustfördernd vor.

In Asien schwört man seit Jahrhundert auf Ginseng als Viagra-Alternative

Ginseng ist ein ebenso ernst zu nehmender Kandidat, der es mit Viagra aufnehmen könnte. Koreanische Forscher:innen fand nämlich heraus, dass Ginseng als pflanzliches Potenzmittel die Produktion von Stickstoffmonoxid (NO) im Blut erhöht, welches essentiell für eine Erektion ist, da es die Blutgefäße weitet. Jedoch um diese Wirkung zur erzielen, sollte man Ginseng über längere Zeit einnehmen. Brennesel und Ginseng bringen uns auf jeden Fall auf den richtigen Pfad, welche Wirkungen ein natürliches Mittel haben muss, um z.B. bei erektiler Dysfunktion helfen zu können: die Durchblutung stärken.

Erektile Dysfunktion ist kein Grund zur Scham

Dass Mann nicht immer so kann, wie Mann will, sollte heute eigentlich niemanden mehr peinlich sein. Dennoch ist es noch immer vielen Männern sehr unangenehm und statt zur Ärztin oder zum Arzt zugehen, versuchen sie sich heimlich selbst zu medikamentieren. Solange sie dies mit Mitteln aus der Natur machen, sind die möglichen schädlichen Nebenwirkungen überschaubar. Doch bei Viagra & Co. wird es bedenklich. Denn eine erektile Dysfunktion kann ein erstes Anzeichen für bedenkliche Durchblutungsstörungen sein. Und das sollte man unbedingt ernst nehmen und mit Mediziner:innen besprechen.

Ursachen für Potenzstörungen und Libidoverlust sind oft auch seelisch

Die Gründe für nachlassende Potenz und Libido liegt oft auch an den äußeren Umständen. Stress, massiver Leistungsdruck und Angst, Erwartungen nicht erfüllen zu können, machen es immer mehr Menschen – Mann und Frau – schwerer, befriedigenden Sex zu haben. Da helfen dann auch durchblutungsfördernde Mittelchen nicht weiter. Um wieder in harmonisches Gleichgewicht zu kommen, müssen wir auf die Fremdbestimmung reagieren. Ein Weg wäre es, ab und an „Nein!“ zu sagen, wenn einem alles zu viel wird. Doch das geht oftmals nicht so leicht. Einen harten Job will man nicht einfach kündigen, ein hartes Studium will abgeschlossen werden und stressige Familienkonstellationen lassen sich auch nicht einfach mal auflösen. In solchen Fällen benötigt man Mittel, die dem Körper helfen, schneller zu entspannen und zu regenerieren. Und Mittel, die uns akut helfen, Stress und Druck etwas abzumildern.

CBD-Produkte auch als Aphrodisiakum und Viagra-Alternative geeignet?

Dass Cannabis fast eine Wunderpflanze ist, die seit Jahrtausenden auf allen Kontinenten angewendet wird, dringt allmählich wieder ins Bewusstsein. Das jahrzehntealte Verbot dieser Pflanze, hatte deren außergewöhnliches Wirkspektrum vergessen lassen. Erst mit der jüngsten Entdeckung (1990) des Endocannabinoid-Systems, das Teil des Nervensystems aller Wirbeltiere ist, fing man an, die Vorzüge dieser Pflanze wieder zu entdecken.

Und es gelang, die Pflanze so zu züchten, dass ihre Blüten keine berauschende Cannabinoide (CBD) produzieren. Das daraus extrahierte CBD verbindet sich positiv und nicht psychoaktiv mit dem Endocannabinoid-System. Dabei entfaltet es ein beeindruckend breites Wirkspektrum, das man mit der Anwendung eines CBD-Vollspektrum-Öl oder einem CBD-Balsam bekommt. Unter anderem hilft es im Kampf gegen die Libido-Killer „Stress“, „Leistungsdruck“, „Angst“ und „Schlafstörungen“. CBD-Produkte wurden so zu den neuen, sehr vielversprechenden Naturheil-Produkten, von denen man immer mehr hört und liest.

CBD ist kein natürliches Viagra, aber es zielt auf die häufigen Ursachen

In unserer hektischen, leistungsorientierten Welt, in der viele glauben, immer funktionieren zu müssen, ist man oft versucht, nur Symptome zu bekämpfen, aber sich nicht den Ursachen zu widmen. Es schmerzt? Einfach ein Schmerzmittel reinhauen. Der Darm ist verstopft? Einfach ein Abführmittel schlucken. Beim Sex klappt´s nicht immer auf Anhieb? Einfach ein Viagra einnehmen. Ja, das Pharmaprogramm macht es uns immer leichter zu glauben, es gäbe für alles eine einfache Lösung.

Darauf zu vertrauen, sei allen unbenommen. Wir lehnen das nicht grundsätzlich ab und sind auch sehr froh über die vielen Erfolge in der Medizin- und Arzneiforschung. Doch zugleich sind wir auch sehr froh, dass es viele Streiter für natürliche Wirkstoffe gibt, die uns die Natur schenkt. Sie sind für uns immer erste Überlegung, wenn es darum geht, sanft Wege einer Behandlung zu suchen.

CBD scheint hier auf jeden Fall ein neues Naturheilmittel zu sein, das es auszuprobieren lohnt – vielleicht in Kombination mit einem Ginseng-Brennnessel-Smoothie.

Bild: Shutterbug75 auf Pixabay

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