Der neue Ingenieur als idealer Mitarbeiter – Worauf es künftig ankommt

Spezialkenntnisse können im Komplexitätszeitalter sehr schnell veralten, sagt Prof. Henning Kagermann, der auch die Bundesregierung zu Industrie 4.0 berät. Das Thema erfordert Fortbildung, Qualifizierung, Prozess- und Medienkompetenz gleichermaßen.

Prof. Henning Kagermann, Foto: acatech

Prof. Henning Kagermann, Foto: acatech

Der habilitierte Physiker ist ehemaliger Vorstandsprecher der SAP AG und seit 2009 Präsident von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, die unabhängige, gemeinwohlorientierte und wissenschaftsbasierte Politik- und Gesellschaftsberatung leistet.

Je weiter die vernetzte Produktion fortschreitet, desto stärker wird die Nachfrage nach Mitarbeitern mit Kenntnissen in IT, Automatisierungstechnik und Robotik sein, die imstande sind, eine Helikopterperspektive einzunehmen, die es erlaubt, sich dem Detail zu widmen, ohne das Ganze aus dem Blick zu verlieren. Denn interdisziplinäre Probleme können nur mit einem breiten Horizont bewältigt werden. Allgemeinbildung (das, was Generalisten auszeichnet) ist kein Qualifikationsmangel, wie von Spezialisten oft behauptet wird, sondern eine Grundvoraussetzung im digitalen Zeitalter, Komplexität richtig zu meistern.

Bereits die Anpassung der Grundausbildung ist dabei von enormer Bedeutung

Niemand weiß genau, welche Qualifikationen in zehn Jahren gefragt sind. Deshalb sollten Studiengänge auf ein möglichst breites Fundament gestellt werden. Der ideale Mitarbeiter wäre für Kagermann demnach eine Art „Wirtschaftsinformatikingenieur“ (Süddeutsche Zeitung 23./24.4.2016).
Die Interdisziplinarität, die u.a. Elektro- und Informationstechnik, Mechatronik, Maschinenbau und Informatik berücksichtigt, muss dabei auf einem Niveau erreicht werden, in dem bestehende Ausbildungsgänge und verschiedene Fachdisziplinen nachhaltig miteinander verbunden sind. Bereits die Anpassung der Grundausbildung ist dabei von enormer Bedeutung.

Obwohl die deutsche Unternehmen regelmäßig auf der Hannover Messe unter dem Motto „Tec2you“ (begleitet vom BDI) jährlich für den Nachwuchs wirbt sowie Politik und Wirtschaftsverbände um mehr Studierende in den MINT-Fächern, glauben noch immer rund 71 Prozent der Jugendlichen, „die Arbeit in Industrieberufen sei kalt, schmutzig, gefährlich und unkommunikativ“, heißt es im MINT-Nachwuchsbarometer 2015, einer Studie der Körber-Stiftung und acatec. Noch sind deutlich weniger Frauen in MINT-Fächern als Männer vertreten, obwohl sie in den vergangenen Jahren am stärksten umworben wurden.

Der alte „Inscheniör“

Den Begriff „Inscheniör“ prägte Edzard Reuter, der von 1987 bis 1995 den Daimler-Konzern als Vorstandsvorsitzender führte. Kürzlich sprach er davon, dass sie den Wandel verschlafen könnten und erinnerte an die Einführung der Katalysatoren: „Das war für die Ingenieure eine technische Herausforderung. Basta. Nicht mehr. Sie hatten kein eigenes Umweltbewusstsein“ (Süddeutsche Zeitung, 9.5.2016).

made-in-germanyKritik am Denken der alten Industriewelt, die häufig davon ausging, dass sich Probleme lediglich durch Optimierung lösen lassen, kommt auch von Thomas Sattelberger und Martin Schössler im Zusammenhang mit dem VW-Skandal, die der Konzernführung in der Krise die Sicht „eines Maschinen-Menschen in einem Maschinen-Haus“ bescheinigen, weil sie davon sprach, dass es sich bei der Betrugssoftware um technische statt ethische Probleme handelt: „In der digitalen Ära müssen Produkte nicht mehr nur als ein eigenständiges Etwas, sondern als Teil und Ausdruck eines größeren Ganzen gesehen werden: Alle Lebensbereiche, Arbeit und Politik unterziehen sich einem umfassenden, technologisch-sozialen Wandel, dessen Folgen allerorten spürbar, aber erst zu einem deutlich späteren Zeitpunkt bewertbar ist.“ (WirtschaftsWoche, 8.4.2016).



Häufig verlieren sich die Deutschen in technischen Details und tüfteln an Schnittstellen herum – indessen haben die Amerikaner längst neue Geschäftsmodelle entworfen. Sie „stecken die digitalen Claims ab und schaffen neue Märkte, während sich die Deutschen widerstandslos den Platz in der zweiten Reihe haben zuweisen lassen“ (WirtschaftsWoche, 6.5.2016).

Was es heute braucht, ist nicht der 100-Prozent-Lösungsansatz des alten deutschen Ingenieurgeists, sondern die Entwickelung von Teillösungen und schrittweise Anpassung von Systemen, die dem Zielzustand noch nicht ganz entsprechen. Durch Umsetzung, Erfahrungswissen und Weiterentwicklung wird das Ziel auch erreicht.

Die neuen Brückenbauer

Es sind vor allem Führungskräfte und Unternehmer, gelernte Ingenieure, die heute als Brückenbauer zwischen der Alten und Neuen Ingenieurswelt eine wichtige Rolle einnehmen, weil sie dort ansetzen, wo das Potenzial der Veränderung liegt und auf der Substanz dessen aufbauen, was den Beruf des Ingenieurs eigentlich ausmacht. Sie sind gute Lotsen, weil sie den Ingenieursweg selbst gegangen sind.

Petra und Werner Neumüller

Regina und Werner Neumüller, Foto: Neumüller Ingenieurbüro GmbH

Zu ihnen gehört auch Dipl.-Ing. (FH) Werner Neumüller. Der Personalexperte ist davon überzeugt, dass sich die Nachfrage nach qualifiziertem Personal wie Ingenieuren/innen zukünftig weiter erhöhen wird. Das bestätigt auch eine Untersuchung der Süddeutschen Zeitung (28./29.5.2016): Die Zahl derer, die sich für ein Ingenieur- oder Informatikstudium entscheiden, nimmt stetig zu. Der Geschäftsführer der Neumüller Ingenieurbüro GmbH studierte Maschinenbau an der FH Regensburg und war studienbegleitend Werkstudent bei der Siemens AG in Hong Kong absolvierte er ein Auslandspraktikum bei der Mannesmann AG. Seine Diplomarbeit schrieb der gebürtige Franke bei der BMW AG. Nach einer ersten Anstellung bei der Jungheinrich AG Hamburg wechselte er nach fünf Jahren zur Herberg Ingenieurbüro GmbH in die Personaldienstleistung. Nach weiteren fünf Jahren erfolgte die Gründung der ersten Unternehmungen der heutigen Neumüller Gruppe in Nürnberg. Aktuell beschäftigt sein Unternehmen, das er gemeinsam mit seiner Frau Regina führt, ca. 350 Mitarbeiter/innen – davon ca. 220 Ingenieure / Naturwissenschaftler (je m/w) an fünf deutschen Standorten.

Kerngeschäft ist die Rekrutierungsunterstützung über die Personaldienstleistung vor allem im akademischen Umfeld und bezüglich Ingenieurqualifikationen. Die Kandidaten werden bereits sehr frühzeitig z.B. an den Hochschulen „abgeholt“ oder sehr zeitintensiv gesucht, identifiziert, kontaktiert und über spezifische Angebote in vakante Einstiegsstellen/Anstellungen vermittelt.

Ausbildungsoffensiven

Wie finden Studenten das Ingenieurstudium? Was erwarten die Arbeitgeber von den Absolventen? Diesen Fragen widmet sich auch die Studie „15 Jahre Bologna-Reform. Quo vadis Ingenieursausbildung? (pdf)“, die der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDI) im April 2016 zusammen mit der Stiftung Mercator veröffentlicht hat.

Foto: Neumüller Ingenieurbüro GmbH

Foto: Neumüller Ingenieurbüro GmbH

Das Ergebnis: Bologna hat der Ausbildung nicht geschadet. Die Studie zeigt, dass Führungskräfte lieber Bachelorabsolventen einer Fachhochschule als einer Universität einstellen. Beim Master ist es umgekehrt: „Breit angelegte Studiengänge ziehen die Arbeitgeber spezialisierteren vor.“ Die Praxiserfahrung ist eine der größten Schwachstellen der ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge: Nicht nur Studenten bemängeln zu wenig praktische Erfahrungen im Studium, sondern auch Absolventen und Führungskräfte. Um die Probleme gemeinsam zu lösen, sollten Unternehmen ihre Verbindung zu den Universitäten und Fachhochschulen vertiefen. „An den Studenten sei es indessen, schon während des Studiums mehr Praxiserfahrung zu sammeln.“ (DIE ZEIT, 14.4.2016)

Neumüller Ingenieurbüro GmbH

Neumüller Ingenieurbüro GmbH

Bei den Neumüller Unternehmungen werden beispielsweise innerhalb der Unternehmensgruppe regelmäßig Praktikumsplätze vergeben. Zukünftige Hochschulabsolventen erhalten Stipendien (geschlechtsunabhängig und ausschließlich anhand von vorher festgelegten u.a. sozial orientierten Merkmalen). Intern absolvieren aktuell vier Auszubildende ihre Berufsausbildung bei Neumüller. Ausgewählt wurden die Auszubildenden anhand ihrer Bewerbungsunterlagen und persönlicher Bewerbungsgespräche.

Seit dem Wintersemester 2011 bilden die Neumüller Unternehmungen Duale Studenten der Fachrichtung Dienstleistungs-/Personalmanagement als zukünftige Leistungsträger aus. Die ehemalige Berufsakademie in Mosbach ist heute ein Standort der staatlichen Berufsakademie Baden-Württemberg. „Pro DHBW Mosbach” wurde gegründet, um die Zukunftsentwicklung der Akademie und des dualen Systems zu fördern und für die Wirtschaft zusätzliche Fachkräfte- und Führungsnachwuchs auszubilden.

Brückenbauer zwischen Alter und Neuer Ingenieurswelt

Als Förderpartner beteiligt sich die Neumüller Gruppe an der Finanzierung von Informationsveranstaltungen und Material für Abiturienten, der Gewinnung von zusätzlichen Ausbildungsbetrieben durch die Akademie, sowie an Projekten verschiedener Fachbereiche. Das Unternehmen gibt Know-how, wo Bedarf besteht. Die Bewerber erhalten über die Mitarbeit in anspruchsvollen Projekten bei Neumüller die Chance, in renommierte Firmen einzusteigen.
Gute Gründe Ingenieur zu werden zu den Brückenbauern zwischen Alter und Neuer Ingenieurswelt auch Ekkehard D. Schulz, selbst Ingenieur und bis 2011 Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp AG.



2010 erschien sein Buch „55 Gründe Ingenieur zu werden“. Schon damals spürte er die Auswirkungen des Fachkräftemangels und setzte sich deshalb verstärkt für die Ingenieurswissenschaften ein. Beschrieben werden auch die weltweiten Errungenschaften und Tätigkeiten der Ingenieure, die zupackend und pragmatisch sind, eine andere Sicht auf die Welt haben, an Details und am Kleinen ebenso interessiert sind wie am großen Ganzen. Vor allem betont Schulz das Nachhaltige und Sinnstiftende, „denn man schafft – wie z. B. im Fall einer Brücke – etwas Sichtbares und Bleibendes, das noch Jahre später besichtigt werden kann“

Weiterführende Informationen


Copyright Steffi Henn

Copyright Steffi Henn

Autorin und Interviewpartnerin Dr. Alexandra Hildebrandt ist Nachhaltigkeitsexpertin und Wirtschaftspsychologin. Sie studierte Literaturwissenschaft, Psychologie und Buchwissenschaft. Anschließend war sie viele Jahre in oberen Führungspositionen der Wirtschaft tätig. Bis 2009 arbeitete sie als Leiterin Gesellschaftspolitik und Kommunikation bei der KarstadtQuelle AG (Arcandor). Beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) war sie von 2010 bis 2013 Mitglied der DFB-Kommission Nachhaltigkeit. Den Deutschen Industrie- und Handelskammertag unterstützte sie bei der Konzeption und Durchführung des Zertifikatslehrgangs „CSR-Manager (IHK)“. Alexandra Hildebrandt ist Sachbuchautorin, Hochschuldozentin, Herausgeberin und Mitinitiatorin der Initiative www.gesichter-der-nachhaltigkeit.de. Sie bloggt regelmäßig für die Huffington Post zu Nachhaltigkeitsthemen und ist Co-Publisherin der Zeitschrift „REVUE. Magazine for the Next Society”.

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