Grün + schlau = sexy! Ein Jahreskalender einzigartig und selbst gestaltet.

Nachhaltigkeit hat mit „Hervorbringen“ zu tun, mit kultureller Kreativität, die lediglich geschult werden muss, um sich wirksam entfalten zu können. Dazu braucht es vielfältige Formen des sozialen Zusammenwirkens, deren Ergebnis eine gelingende Kooperation ist. Die „Folgen“ sind ein Zuhause in einer menschlichen Welt.

eva-brennerDas, was hier im übertragenen Sinne gemeint ist, zeigt sich auch an konkreten Beispielen in der Realität: Seit Oktober 2005 ist Eva Brenner das Gesicht von „Zuhause im Glück – Unser Einzug in ein neues Leben“. Mit dem Architekten John Kosmalla und einem Team von professionellen Handwerkern an ihrer Seite hilft die Diplom-Ingenieurin für Innenarchitektur Familien, die unschuldig in Not geraten sind und deshalb den Bau oder die Renovierung ihres Hauses nicht beenden können.

Gehen Sie mit offenen Augen durch die Regale

Von Juliane Gringer erschien 2015 bei Eden Books „Das große 1×1 des Wohnens. Die besten Tipps & Tricks aus 10 Jahren ‚Zuhause im Glück‘“. Das Buch schärft auch das Bewusstsein dafür, „dass wir auf uns und unsere Umwelt achten müssen – nicht zuletzt damit unsere Erde auch zukünftigen Generationen ein schönes Zuhause bietet“. Es wird an vielen Entwicklungen und Produktbeispielen gezeigt, wie Industrie und Handel reagiert darauf reagieren: „Gehen Sie mit offenen Augen durch die Regale, vergleichen Sie – schauen Sie aber auch ganz genau darauf, wo wirklich Nachhaltigkeit drinsteckt.“

Die Leserinnen und Leser werden dazu angeregt, so oft wie möglich „grün“ zu sein und bei der Auswahl von Produkten darauf zu achten – und umzusetzen, was für jede/n machbar ist. Denn auch im Alltag kann man mit kleinen Verhaltensweisen eine Menge bewegen.

Mitmachen im Kleinen

Immer wieder wird im Jubiläumsbuch „Zuhause im Glück“ auf das Umweltzeichen „Blauer Engel“ verwiesen. Aber wie kann das, wofür es steht, kindgerecht vermittelt werden?

Der Vorsitzende der Jury Umweltzeichen, Dr. Volker Teichert, startet auf der Didacta in Köln mit Jugendlichen die Kampagne "Engel-Papier. Jetzt!".

Der Vorsitzende der Jury Umweltzeichen, Dr. Volker Teichert, startet auf der Didacta in Köln mit Jugendlichen die Kampagne „Engel-Papier. Jetzt!“.

Dazu gehört beispielsweise die Mitmach-Aktion „Engel-Papier. Jetzt!“ des Blauen Engel, mit der 2013 vor allem Schüler angesprochen wurden, ihre Stimme für Recyclingpapier mit dem bekannten Umweltzeichen abzugeben und zu zeigen, dass sie im Bereich Umweltschutz „keine Hinterbänkler“ sind.

Mit der Kampagne „Schulstart mit dem Blauen Engel“ wurde die Aktion von der memo AG, einem Versandhandel für ökologisch und sozial verträgliche Alltagsprodukte mit Sitz in Greußenheim bei Würzburg, zugunsten 100 % Recyclingpapier mit dem Blauen Engel fortgesetzt.

„Wir sehen Projekte und Maßnahmen, die Kindern und Jugendlichen – oft auf spielerische Art und Weise – bereits frühzeitig das Thema Nachhaltigkeit näher bringen, als wichtigen Baustein auf dem Weg zur Entwicklung einer nachhaltig orientierten Gesellschaft. Wenn wir es schaffen, dass bereits Kinder die Wichtigkeit von Umwelt- und Klimaschutz, die Schonung wertvoller Ressourcen und den hohen Stellenwert sozialer Verträglichkeit erkennen, haben wir die Chance, die Auswirkungen des Klimawandels zu begrenzen“, sagt Claudia Silber, die hier die Unternehmenskommunikation leitet.

Nachhaltigkeitskommunikation buchstäblich von einer anderen Seite

Seit einigen Jahren wird zum Schulanfang ein Gratis-Stundenplan für Privatkunden und für Gewerbekunden angeboten. Er wird mit mineralölfreien Pflanzenfarben auf 100 % Recyclingpapier mit Blauem Engel gedruckt.

Copyright: memo AG

Copyright: memo AG

Ein memo Schülerkalender stand schon lange auf der Wunschliste für das memo Schul-Sortiment. In diesen Tagen erschien er nun für das Schuljahr 2016/2017, in dem sich auch die wichtigsten Nachhaltigkeitslabels, darunter „Blauer Engel“, im Überblick finden.

Entstehung und Machart des 148-Seiten- Büchleins im Format DIN A5 sind deshalb so interessant, weil sich hier Nachhaltigkeitskommunikation buchstäblich von einer anderen Seite zeigt, die Kinder zum Umblättern, selbstdenken und handeln bewegt. So gibt es auch genügend Raum für Notizen.

Der erste Teil besteht aus Adressübersichten, Jahreskalender, Umwelttagen, Ferienterminen, einem Stundenplan, Notenspiegel, englischen Verben, Landkarten, Formeln und Grammatikregeln. Das Schuljahr wird – farbig getrennt nach erstem und zweitem Halbjahr – im großen Mittelteil mit einer Woche auf zwei Seiten abgebildet.

Witzige Sprüche, Bilder, Zeichnungen und Wissenswertes sorgen auf jeder Doppelseite für Abwechslung im Sinne von: Wusstet Ihr, dass

  • .. man, um ein 200 g schweres Steak zu erhalten, so viel Getreide an das Tier verfüttert werden muss, wie eine Mahlzeit für 50 Menschen benötigen würde.
  • … die Farbe, mit der das Weiße Haus gestrichen ist, aus dem bayerischen Diedorf kommt.
  • … ein Sonnenbrand spätestens nach 62 Stunden zu jucken aufhört.
  • … ein Deutscher im Schnitt drei Stunden pro Tag eine Jogginghose trägt.

Es geht aber auch um die richtige Beantwortung von Fragen zum Thema Nachhaltigkeit: Was bedeutet Recycling? Was passiert beim vom Menschen verursachten Treibhauseffekt? Wie kommt man am umweltfreundlichsten zur Schule? Im hinteren Teil sind verschiedene Spiele, Rätsel und klimafreundlichen Rezepte zu finden, ebenso Umwelttipps to go, denn jede/r kann etwas tun:

  • Mehrweg statt Einweg
  • Wasserhahn zu!
  • Licht aus!
  • Aus eigener Kraft! (zu Fuß gehen oder das Fahrrad nehmen)

Der Schülerkalender ist sowohl für Privatkunden auf www.memolife.de als auch für gewerbliche Endverbraucher, z.B. Schulen und Schülerfirmen, auf www.memo.de bis Ende September 2016 zum Einführungspreis von 3,79 Euro erhältlich.

Nachhaltige Jahrestage sind analog und digital

In monatelanger Arbeit wurde der Kalender hauptsächlich von einem Team des Öko-Pioniers konzipiert und mit viel Liebe zum Detail gestaltet und betextet. Die Mitarbeiter des Marketings, der Grafik, des Produktmanagements und der Unternehmenskommunikation wurden dabei zeitweise immer wieder von Mitarbeitern aus anderen Abteilungen unterstützt.

Sophia Schmidt, Auszubildende im Marketing, berichtet hier über ihre Erfahrungen bei der Arbeit am Schülerkalender: „Genau mein Ding! Denn damit kann ich die Welt ein Stück schöner machen und zum anderen auch das für mich wichtige Thema, nämlich die Umwelt, mit einbeziehen. Es war wirklich toll, Jugendlichkeit mit dem Thema Umwelt auf coole Art und Weise zu kombinieren!“

Für die Gestaltung des Titelbildes wurde Philipp Katzenberger, ein junger Künstler und Illustrator aus Würzburg, engagiert. Nur wenige Bilder im Kalender stammen aus Datenbanken, die meisten wurden selbst fotografiert oder gezeichnet.

Ein Film zeigt die Entstehung. Der memo Schülerkalender 2016/2017 hat eine Auflage von 5.000 Stück. Gedruckt wurde er Kalender klimaneutral von der Druckerei Lokay auf 100 % Recyclingpapier mit Blauem Engel und mit Farben auf Pflanzenölbasis. Lokay wurde bereits zweimal als „Umweltdruckerei des Jahres“ ausgezeichnet und ist EMAS-Awardsieger Deutschland 2014. Als Unternehmen mit ganzheitlich nachhaltiger Ausrichtung und ähnlicher Philosophie ist die Druckerei Lokay ein langjähriger Partner der memo AG.

Einschätzungen, Bedarfe und Herausforderungen der digitalen Transformation

Besondere Beachtung verdient allerdings noch ein anderer Aspekt: Die Öko-Branche ist oft dem Vorwurf ausgesetzt, dass sie aktuellen technologischen Entwicklungen hinterherhinkt. Im Zeitalter der digitalen Transformation betrifft das auch viele Mittelständler. An einem so unscheinbaren Produkt zeigt sich jedoch, wie mit dem Thema umgegangen wird: extern und intern.

TWR16-Studie-digitalen-TransformationDenn die digitale Kompetenz der Mitarbeiter wird als der entscheidende Faktor für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen – dem Primärziel bei der digitalen Transformation – angesehen. Das ist ein Ergebnis der #TWR16 Studie zur digitalen Transformation, die Einschätzungen, Bedarfe und Herausforderungen der digitalen Transformation untersucht hat. Zusammen getragen wurden die Ergebnisse im „Transformationswerk Report 2016“, der Anfang Juni herausgegeben wurde.

Über alle Unternehmensbereiche hinweg besteht Einigkeit darüber, dass das Ziel der digitalen Transformation die Sicherung der Zukunftsfähigkeit ist (90 %). Dennoch verfügt nur knapp jedes zweite Unternehmen (49 %) überhaupt über eine übergeordnete Strategie. Digitale Produkte und Services im Kerngeschäft fehlen bei 42 Prozent der Unternehmen bislang vollständig. Eine effektivere, bereichsübergreifende Zusammenarbeit in der digitalen Transformation scheitert heute noch an Abteilungs- und Silodenken sowie mangelhafter interner Kommunikation.

Die Studienergebnisse zeigen, dass sich alle Abteilungen der essentiellen Bedeutung interner digitaler Kompetenz für den Erhalt der Zukunftsfähigkeit bewusst sind. Um die notwendige Qualifikationsbedarfe zu decken, fehlt es jedoch nicht an Investitionskapital, sondern an Wissen (55 %) und Zeit (47 %).

Tipps für mehr Sicherheit im Internet werden gleich mitgeliefert

Der Schülerkalender ist vor diesem Hintergrund auch ein „Zeichen“ dafür, wo das Unternehmen gerade steht und wie es andere auch auf seiner digitalen Reise mitnimmt. Er bleibt deshalb kein reines Offline-Produkt: Über den Hashtag #memoschueler können die „User“ zeigen, wie sie ihren Kalender nutzen und gestalten. Die Fotos können sie dann über ihre sozialen Netzwerke auf Facebook, Google+, Twitter, Pinterest oder Instagram hochladen. Tipps für mehr Sicherheit im Internet werden gleich mitgeliefert und Medienkompetenz im Kleinen gefördert:

  • Verrate nicht alles – sei geheimnisvoll
  • Nutze die entsprechenden Privatsphäre-Einstellungen für Deine (Daten-)Sicherheit
  • Unterschiedliche Profile auf unterschiedlichen Plattformen
  • Gesundes Misstrauen
  • eine Daten gehören Dir

Das Beispiel steht stellvertretend für all die vielen kleinen Dinge und Initiativen, die Kinder und Jugendliche anregen, auf sich selbst achtzugeben – aber auch den Blick für das zu schärfen, was größer ist als sie selbst.

Weitere Informationen:


Dr. Hildebrandt_Foto Autorin Dr. Alexandra Hildebrandt ist Nachhaltigkeitsexpertin und Wirtschaftspsychologin. Sie studierte Literaturwissenschaft, Psychologie und Buchwissenschaft. Anschließend war sie viele Jahre in oberen Führungspositionen der Wirtschaft tätig. Bis 2009 arbeitete sie als Leiterin Gesellschaftspolitik und Kommunikation bei der KarstadtQuelle AG (Arcandor). Beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) war sie von 2010 bis 2013 Mitglied der DFB-Kommission Nachhaltigkeit. Den Deutschen Industrie- und Handelskammertag unterstützte sie bei der Konzeption und Durchführung des Zertifikatslehrgangs „CSR-Manager (IHK)“. Alexandra Hildebrandt ist Sachbuchautorin, Hochschuldozentin, Herausgeberin und Mitinitiatorin der Initiative www.gesichter-der-nachhaltigkeit.de. Sie bloggt regelmäßig für die Huffington Post zu Nachhaltigkeitsthemen und ist Co-Publisherin der Zeitschrift „REVUE. Magazine for the Next Society”

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