Sport und Bewegung spielen bei vielen Menschen eine wichtige Rolle. Denn egal, ob Schwimmen, Joggen, Fahrradfahren oder auch Golfen – wer sich viel bewegt, bleibt fit und gesund. Dabei lässt sich immer wieder beobachten, dass Menschen, die viel Sport treiben, ausgeglichener und entspannter wirken. Sie scheinen das Leben lockerer zu nehmen und mit sich selbst im Reinen zu sein. Doch stimmt das auch? Kann sportliche Betätigung sich wirklich so stark auf das Wohlbefinden auswirken und für eine Erweiterung des Bewusstseins sorgen? Diese und viele weitere Fragen beantwortet dieser Artikel.

Sportlichkeit ist keine Frage der Herkunft oder des Umfelds

Brandon Grace ist erst 29 Jahre alt, doch der Profigolfer aus Südafrika kann bereits jetzt auf eine erfahrungsreiche Karriere zurückblicken. 2017 gewann er mit einem 1-Takt-Sieg bei der Nedbank Golf Challenge und gilt seither als einer der besten südafrikanischen Golfer seinerzeit. Wer sich mit Sportwetten befasst und dabei einen Blick auf die Weltrangliste der Spitzensportler im Golf wirft, wird schon bald feststellen, dass sich unter den Top 20 einige Golfer aus Südafrika wiederfinden. Südafrika ist ein vergleichsweise armes Land, das nicht unbedingt als Hochburg des Golfsports gilt.

Da ist es umso bemerkenswerter, dass nicht nur viele der besten Golfer der Welt von hier stammen, sondern Südafrika im Allgemeinen etliche aktive Profisportler verzeichnet. Und dabei sollte bedacht werden, dass kaum einer dieser Spitzensportler in eine wohlhabende Familie mit eigenen Golf- oder Trainingsplätzen hineingeboren wurde. Ein Blick auf die südafrikanischen Profigolfer soll zeigen, dass die sportlichen Fähigkeiten weder von der Herkunft, noch vom Umfeld abhängig sind. Jeder ist in der Lage, aktiver zu sein, auch wenn er nicht zwangsweise in die Profiliga aufsteigen muss. Denn Sport fördert nicht nur die Gesundheit und macht fitter, auch das Selbstvertrauen lässt sich immens steigern.

Wie Sport das Ich-Bewusstsein fördert

Das Ich-Bewusstsein ist ein wichtiger Teil eines jeden Menschen. Es definiert, wie sich eine Person selbst einschätzt und welchen Wert sie sich zuschreibt. Traut sie sich Dinge zu oder zieht sie sich zurück, weil sie von Selbstzweifeln geplagt ist? Jeder hat dabei ein anderes Ich-Bewusstsein. Viele Menschen neigen jedoch dazu, sich selbst als weniger wichtig zu betrachten. Sie zweifeln an ihren Fähigkeiten und es fehlt ihnen an Selbstvertrauen. Dabei ist dieses Bewusstsein für das psychische Empfinden sehr wichtig. Es bestimmt, wie eine Person mit schwierigen Situationen umgeht und, ob sie in der Lage ist, mit Kritik fertig zu werden.

Im Zusammenhang mit Sport lässt sich das Ich-Bewusstsein vor allem mit Erfolg verbinden. Wer gerne läuft und es schafft, eine Distanz von zehn Kilometern zu überwinden, stärkt das Selbstvertrauen. Auch beim Workout lassen sich Erfolgserlebnisse verzeichnen. Beispielsweise wenn das Gewicht der Hanteln erhöht werden kann, Fettpölsterchen verschwinden und sich erste Bauchmuskeln zeigen oder einfach dann, wenn die Anzahl der Wiederholungen gesteigert werden kann. Hierbei zählen auch schon kleine Erfolge, wie ein Kilogramm weniger oder eine Joggingrunde ohne anschließenden Muskelkater.

Der Stolz, etwas geschafft zu haben

All diese positiven Erlebnisse führen dazu, dass sich eine Person als leistungsfähiger betrachtet und sich mehr zutraut. Sie fühlt sich nicht nur in ihrem Körper wohler, sondern beginnt auch damit, sich selbst und ihre Fähigkeiten mehr zu lieben. Der Grund dafür ist der psychische Faktor: Der Stolz, etwas geschafft zu haben, wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden und die Selbstwahrnehmung aus. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Erfolgserlebnis einer Alpenüberquerung. Hierbei ist der Stolz, den inneren Schweinehund überwunden zu haben, immens hoch.

Kleine und große Erfolgserlebnisse stärken das Selbstvertrauen

Im Alltag sind immer mehr Menschen dauerhaftem Stress ausgesetzt. Dieser kann sowohl bei der Arbeit wie auch privat entstehen. Studien einer Freiburger Universität konnten unlängst belegen, dass Sport tatsächlich zur Stressreduzierung beiträgt. Das Ausloten der eigenen Grenzen und die Bewegung sorgen also nicht nur dafür, dass der Kreislauf in Schwung kommt, auch der Kopf lässt sich von negativen Gedanken befreien. Somit ist nicht verwunderlich, dass Sport einen großen Einfluss auf das seelische Wohlbefinden haben kann. Dass Körper und Geist nicht eigenständig fungieren, sondern miteinander arbeiten müssen, ist längst bekannt. Dabei lässt sich häufig beobachten, dass depressiv verstimmte Menschen auch an Kopf- und Magenschmerzen, Übelkeit und Schwindelattacken leiden. Ihre Psyche nimmt also spürbar Einfluss auf ihr körperliches Befinden.

Im Umkehrschluss kann eine Therapie bei einem Psychiater in Verbindung mit sportlicher Aktivität zu großen Fortschritten führen. Die Humboldt-Universität in Berlin bietet daher Seminare an, bei denen die Psychotherapie mit einer Sporttherapie kombiniert wird. Dabei lassen sich immer wieder erstaunliche Ergebnisse beobachten. Medizinisch lässt sich dieser Erfolg leicht erklären: Beim Sport setzt das Gehirn Endorphine frei. Diese Botenstoffe lösen ein Glücksgefühl bei dem Betroffenen aus. Beim Ausdauersport werden zusätzlich Serotonin und Dopamin ausgeschüttet. Diese Hormone haben einen antidepressiven Effekt und heben die Stimmung. Sie sind sogar in der Lage, Depressionen effektiv zu bekämpfen. Wichtig ist zu wissen, dass sich diese Stoffe nicht in Form von Tabletten einnehmen lassen. Sowohl Serotonin als auch Dopamin werden nur im Gehirn gebildet und es gibt keinen vergleichbaren Ersatzstoff. Die Kombination aus Bewegung und frischer Luft hebt die Stimmung und bekämpft Depressionen.

Durch Bewegung Stresshormone aus dem Körper verschwinden zu lassen

Die Auswirkungen der sportlichen Betätigung auf den Körper und den Geist sind von großer Bedeutung. Um das Wohlbefinden dauerhaft zu verbessern, ist es nötig, regelmäßig Sport zu treiben. Am besten ist es, sich häufiger in der Natur zu bewegen, beispielsweise beim Joggen, Walken oder Fahrradfahren. Denn auch frische Luft sorgt dafür, dass der Körper Endorphine freisetzt und sich die Stimmung hebt. Zusätzlich wird dabei die Durchblutung angeregt und der Kreislauf effektiv in Schwung gebracht. Vor allem in der Mittagspause ist es sinnvoll, die Auszeit zu nutzen und einen kurzen Spaziergang im Freien zu unternehmen. Betroffene fühlen sich danach wesentlich fitter, erholter und sind anschließend deutlich leistungsfähiger. Wer zudem unter Stress leidet, kann diesen mit auspowernden Cardioeinheiten oder einer Wanderung durch die Natur effektiv abbauen. Als Ergänzung helfen Yoga-Atemübungen dabei, die Stresshormone aus dem Körper verschwinden zu lassen.

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