Recherchebericht: Wie Küchenhersteller mit dem Thema Nachhaltigkeit umgehen

Nachhaltige Lebensweisen gewinnen in der Gestaltung unseres Alltags und Lebensumfelds immer mehr an Bedeutung. Das gilt auch für die Einrichtung und Nutzung der Küche. Doch was zeichnet moderne Küchenhersteller aus? Wie nachhaltig sind sie wirklich?

Nur ein Unternehmen hat geantwortet

Von den online befragten Unternehmen Ballerina, Leicht, nobilia, Nolte Küchen, Poggenpohl, Häcker Küchen, Schüller Küchen und SieMatic hat nur eines geantwortet: Häcker Küchen. Deshalb konnten die Informationen – bis auf diesen Einzelfall – nur aufgrund der Angaben auf ihrer Website ermittelt werden. Das Ergebnis: Fast alle Unternehmen haben auf ihrer Unternehmenswebsite lediglich Einzelmaßnahmen, Zertifikate oder Definitionen (SieMatic) aufgelistet, die jedoch keinen strategischen Ansatz erkennen lassen. Die meisten werben mit dem Qualitätssiegel „Made in Germany“.

Konkrete Ansprechpartner konnten nicht gefunden werden

Es sind auch keine Ansprechpartner für Nachhaltigkeit zu finden, sondern nur allgemeine Unternehmens-Infoadressen (Ballerina Küchen, LEICHT Küchen AG, nobilia-Werke, Schüller Möbelwerk KG, Poggenpohl Möbelwerke GmbH).

Bei Nolte Küchen GmbH und Co. KG findet man einen HR-Ansprechpartner und eine allgemeine Mailadresse für alle Anliegen, bei SieMatic Möbelwerke GmbH & Co. KG ist ein persönlicher Pressekontakt benannt.

Es finden sich Hinweise auf GS-Zeichen und die PEFC-Zertifizierung

Zum Thema Nachhaltigkeit finden sich bei Ballerina-Küchen keine Angaben. Auf der Website wird unter „Unternehmensphilosophie“ lediglich auf Qualität Made in Germany verwiesen. In der Rubrik „Gütezeichen“ finden sich Hinweise auf GS-Zeichen und die PEFC-Zertifizierung. Bei nobilia erscheint in der Rubrik „Service“ der GREEN WAY des Unternehmens: „Das Prinzip Verantwortung. Unser Weg der Nachhaltigkeit“ mit den typisch allgemeinen Angaben: „Ökonomischer Erfolg, ökologische Verträglichkeit und soziale Gerechtigkeit – das sind die drei Säulen des Maßnahmenkataloges, mit dem nobilia Nachhaltigkeit praktiziert.“

Qualität heißt für das Unternehmen auch: Made in Germany

Die Broschüre („20 Schritte für nachhaltige Lösungen“) wird zum Download angeboten. Darin enthalten: Nachhaltigkeitscommitment der Geschäftsführung, Zertifizierungen und Umweltsiegel (z.B. PEFC), Angaben zur Energieeffizienz, Angaben zum Entsorgungsmanagement, Fuhrpark, unternehmensinterne Beschaffung (z.B. fairer Kaffee), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitarbeiteraktivitäten und Ausbildung. Positiv hervorzuheben ist die Bemerkung am Ende der Broschüre, dass es sich um einen Überblick handelt (um „Schritte“ zum Thema Nachhaltigkeit) und die Professionalisierung des Themas in Zukunft vorangetrieben wird. Qualität heißt für das Unternehmen auch: Made in Germany.

Wir geben der Natur zurück, was wir ihr nehmen

Auf der Website der Schüller Möbelwerk KG findet sich lediglich eine allgemeine Aussage in der Website-Rubik „Made in Germany“: „Wir geben der Natur zurück, was wir ihr nehmen: Denn Verantwortung beginnt schon bei der Idee zu einer Küche: Vor Jahren schon wurden wir PEFC zertifiziert – da wir nachprüfbar verantwortungsvoll und nachhaltig mit Holz umgehen. Die Natur als Ursprung allen Seins fordert Design, Produktion und Logistik in Verantwortung für die Umwelt.“

Die natürlichen Ressourcen schonen, Luft und Wasser sauber halten

Bei der Nolte Küchen GmbH und Co. KG ist ein Absatz Nachhaltigkeit am Ende der Rubrik „Unternehmen“ („Verantwortung und Ökologie gehören zu unserer Identität“) angegeben. Auch hier mit allgemeiner Aussage: „Die natürlichen Ressourcen schonen, Luft und Wasser sauber halten und die Nachhaltigkeit fördern. Das sind die drei Säulen für verantwortungsvolles, ökologisches Handeln, die bei nolte Küchen seit Jahren fest verankert sind.“ Zudem ist vermerkt, dass in der Produktion z.B. modernste Filteranlagen eine Fertigung ohne Schadstoffe ermöglichen und dass alle Verpackungen darüber hinaus aus umweltfreundlichen und recyclebaren Materialien gefertigt sind. Verwiesen wird auch die PEFC™ Zertifizierung. Herausgestellt wird, dass das Unternehmen als eines der ersten der Branche FSC® zertifiziert ist.

Nachhaltigkeit ist eine zentrale Handlungsmaxime für uns

Bei der Poggenpohl Möbelwerke GmbH fällt positiv auf, dass das gesamte Managementteam als „Gesicht“ und mit vollständigen Kontaktdaten sofort auf der Website zu finden ist. Als eigene Rubrik auf der Website „Über Poggenpohl“ ist das Thema Nachhaltigkeit sofort sichtbar. Auch ein konkretes Unternehmensstatement ist zu finden: „Nachhaltigkeit ist eine zentrale Handlungsmaxime für uns. Als Unternehmen mit einer Tradition von mehr als 120 Jahren nehmen wir unsere Verantwortung für künftige Generationen sehr ernst.

Heute orientiert sich Poggenpohl nicht nur an den strengen Grundsätzen allgemeiner Umweltrichtlinien, sondern geht sogar darüber hinaus.“ Wie bei allen anderen wird auf Hölzern aus nachhaltiger Forstwirtschaft verwiesen. Hervorgehoben wird auch der Aspekt, dass ausschließlich am Standort Herford in Ostwestfalen produziert wird. Auch ein Großteil der Zulieferer (ca. 80 %) stammt aus der Region. Dadurch können ökologische Standards genauestens kontrolliert werden. Auf der gleichen Seite werden Umweltzertifikate und –Erläuterungen präsentiert sowie konkrete Zahlen zum Energieverbrauch benannt. Die Rubriken „World of Poggenpohl“ und „Innovation mit Tradition“ präsentieren traditionelles und handwerkliches Können mit modernster Technologie am Beispiel der Küchenherstellung. „Langlebigkeit“ steht für das Unternehmen ebenfalls für Nachhaltigkeit: „Wir bei Poggenpohl erwarten von unseren Küchen, dass sie auch Jahrzehnte nach der Montage noch fehlerfrei funktionieren.“

Aktivitäten im Einklang Belangen der Umwelt und der Gesellschaft

Häcker Küchen verortet das Thema Nachhaltigkeit in der Rubrik „Unternehmen“ hier finden sich Einzelnachweise zu den Themen Umwelt, Qualität und Lieferanten sowie Direktlinks zu den entsprechenden Zertifikaten. Nachhaltig handeln heißt für Häcker, als Familienunternehmen einen dauerhaft tragfähigen Unternehmenserfolg anzustreben. „Dazu müssen unsere Aktivitäten im Einklang stehen mit den Belangen der Umwelt und der Gesellschaft. Wir sind fest davon überzeugt, dass richtiges Nachhaltigkeitsmanagement die Voraussetzung dafür ist, auch in Zukunft einer der weltweit führenden Küchenhersteller zu bleiben“, heißt es im Antwortschreiben des Unternehmens.

Innen beginnen: Nachhaltigkeit als Führungs- und Managementaufgabe

In der Firmenkorrespondenz von Häcker ist das Thema Nachhaltigkeit direkt integriert. Unter den Kontaktdaten findet sich das Label „PURemission“, welches zu weiterführenden Informationen verlinkt ist: Das Unternehmen kennzeichnet damit alle seine Holzprodukte, welche deutlich formaldehydreduzierend umgestellt wurden und setzt einen neuen Standard, der in der Küchenmöbelindustrie außergewöhnlich ist: Durch eine sorgfältige Auswahl der Holzwerkstoffe und seiner Lieferanten ist es dem Unternehmen gelungen, die Richtlinien der Emissionen gemäß CARB2 93120 und TSCA title 6 einzuhalten. Die Höchstwerte der europäischen Richtlinien Emissionsklasse E1 werden eingehalten bzw. weit unterschritten.

Nobilia zeigt auf, dass sich das Unternehmen auf den Weg gemacht hat

Besonders positiv sind die Ansätze bei nobilia, Häcker Küchen und Poggenpohl hervorzuheben. GREEN WAY von nobilia zeigt auf, dass sich das Unternehmen auf den Weg gemacht hat und bereit ist, das Thema Nachhaltigkeit (strategisch und inhaltlich) künftig zu professionalisieren. Diese Fragen wurden im Sommer 2017 an die Unternehmen geschickt und wurden nur von Häcker Küchen ausführlich beantwortet:

  • Seit wann ist das Thema Nachhaltigkeit in Ihrer Unternehmensphilosophie verankert?
  • Wo ist das Nachhaltigkeitscommitment Ihrer Geschäftsführung zu finden?
  • Gibt es in Ihrem Unternehmen einen eigenen CSR- oder Nachhaltigkeitsbereich? Wenn nicht: Wo ist das Thema bei Ihnen verortet?
  • Geben Sie einen Nachhaltigkeitsbericht heraus?
  • Wird er gedruckt oder erscheint er nur online?
  • Wie wird Ihr Nachhaltigkeitsengagement darüber hinaus kommuniziert?
  • Woran erkennen Sie, dass die Kunden Ihr nachhaltiges Engagement wertschätzen?
  • Was sind für Sie die derzeit die größten Herausforderungen im Nachhaltigkeitskontext?
  • Welchen Anteil im Sortiment haben die Siegel FSC und PEFC? (Welches nutzen Sie bevorzugt?)
  • Wie reagiert Ihr Unternehmen auf die CARBII-Anforderungen?

Thema Umwelt hat auch vor dem Hintergrund CARBII derzeit besondere Priorität

Nach Angaben der Häcker Geschäftsführung hat das Thema Umwelt auch vor dem Hintergrund CARBII derzeit besondere Priorität. Deshalb wird auch am Aufbau eines Umweltkennzahlensystems gearbeitet: Hier können betriebliche Umweltdaten zu aussagekräftigen Schlüsselinformationen verdichtet und miteinander verglichen werden. Dazu ist die regelmäßige Fortschreibung und Weiterentwicklung der Kennzahlen maßgeblich erforderlich, um entsprechende Wirkungen (wie z.B. eine Effizienzsteigerung) durch Maßnahmen zu erfassen und abzubilden. Dies ermöglicht dem Unternehmen, die eigenen Umweltziele festzulegen und quantifizierbar zu machen, um den betrieblichen Umweltschutz kontinuierlich zu verbessern bzw. Schwachstellen zu erkennen. Sie bieten darüber hinaus Potenziale der Kostensenkung durch Ressourcenschonung und –einsparung. Dazu müssen sie aussagekräftig sein und aus fundierten Daten entwickelt werden, die über einen längeren Zeitraum (Jahre) verfolgt werden können. Außerdem muss die Messbarkeit der Daten gewährleistet sein. Erst dann ist eine kontinuierliche Beobachtung von Entwicklungstendenzen möglich und es kann ein Frühwarnsystem zum Schutz des Unternehmens und der Umwelt entwickelt werden.

Schwachstellen ermitteln und Korrekturmaßnahmen rechtzeitig einleiten

Das Unternehmen hat aber auch die Notwendigkeit erkannt, dass für ein professionelles Nachhaltigkeitsmanagement Unternehmenskennzahlen im Allgemeinen notwendig sind. Um Schwachstellen ermitteln und Korrekturmaßnahmen rechtzeitig einleiten zu können, empfiehlt es sich, sie in kürzeren Zeitabständen zu erheben. Man ist sich aber auch bewusst, dass im Gegensatz zu ökologischen Aspekten, für die z.B. feste Grenzwerte zur erlaubten Schadstoffemission existieren, Aktivitäten sozialer Nachhaltigkeit weitaus schwieriger zu messen und zu vergleichen sind. Zu diesem Zweck informieren soziale Kennzahlen darüber, inwieweit unternehmerische Tätigkeiten als sozial effektiv und sozial effizient bezeichnet werden können.

Etablierung eines einheitlichen Reportingsystems sowie des Kennzahlenmanagements

Bis dahin sind nach Angaben des Unternehmens allerdings noch einige Schritte erforderlich: Im Sommer 2017 erfolgte eine Ist-Soll-Analyse: Es wurde eine Bestandaufnahme und Lückenanalyse durchgeführt mit anschließendem Workshop, an dem die Geschäftsführung sowie Beauftragte der operativen Geschäftsbereiche von Häcker teilnahmen. Darauf basierend wurde eine Nachhaltigkeitsstrategie erarbeitet, welche die Struktur und Organisation des Häcker Nachhaltigkeitsmanagements enthält. Dies wird als grundlegend für die Etablierung eines einheitlichen Reportingsystems sowie des Kennzahlenmanagements für Häcker gesehen. Derzeit geht es darum, sämtliche Inhalte und Kennzahlen zum Häcker Nachhaltigkeitsbericht zusammenzuführen. Dabei stehen folgende Aspekte im Fokus:

  • Management: Gewinnentwicklung, Renditeentwicklung, Kundenzufriedenheit, F&E-Aufwendungen, Wertsteigerung
  • Produkte: Anteil von nachhaltigen Produkten am Gesamtportfolio, Produktqualität und –sicherheit, Bewertete Risiken
  • Mitarbeiter: Mitarbeiterzufriedenheit u. –fluktuationsrate, Beschäftigungsentwicklung, Ausgaben Weiterbildungsmaßnahmen, Arbeits- & Sozialstandards
  • Umwelt: Energieverbrauch, Wasserverbrauch, Abfall- und Abwassermenge, Materialverbrauch, Energie- und Materialverbrauch pro hergestelltem Produkt, CO2-Produktion, Emission Treibhausgase
  • Gesellschaft: Wirkung des sozialen Engagements, Spenden- und Sponsoringausgaben, Mitarbeiter-Freiwilligenarbeit, Stakeholderdialoge

Viel Leidenschaft und Offenheit für neue Ideen in die Zukunft

Das Unternehmen wurde von Herman Häcker im Jahre 1898 gegründet und von Friedrich Häcker in der nächsten Generation weitergeführt. Der Grundstein für die Serienfertigung von Küchen wurde von Horst Finkemeier im Jahre 1965 gelegt. Häcker Küchen verdoppelte von diesem Zeitpunkt an, alle zehn Jahre seinen Umsatz und wird heute sehr erfolgreich von Jochen Finkemeier geführt. Über 1.400 Mitarbeiter erwirtschafteten im Jahr 2016 einen Umsatz von 512 Millionen Euro, dabei liegt der Exportanteil bei rund 40 Prozent. Derzeit werden über 60 Länder auf allen Kontinenten mit Küchen „Made in Germany“ beliefert. Dem Fachhandel stehen zwei Produktlinien für die unterschiedlichen Marktsegmente zur Verfügung: im Einstiegsbereich classic und classicART sowie im mittleren und gehobenen Preissegment systemat und systematART. Abgerundet wird das Angebot mit einem breiten Sortiment an eigenen Einbaugeräten der Marke Blaupunkt, an der Häcker Küchen die alleinigen Rechte hält.

Seit Bestehen des Unternehmens gab es bisher in keinem Geschäftsjahr von Häcker Küchen einen Umsatzrückgang. Basis für dieses Wachstum ist einerseits eine gesunde Kundenstruktur und zum anderen ein gut aufgestelltes Unternehmen, welches flexibel und effizient auf Veränderungen reagieren kann. Nach wie vor ist Häcker Küchen ein Familienunternehmen, welches heute von Jochen Finkemeier und seinem Team mit viel Leidenschaft und Offenheit für neue Ideen in die Zukunft geführt wird. (Stand: September 2017)

Eine nachhaltige Unternehmensführung von der Strategie bis zur Umsetzung

Auch wenn das Unternehmen auf dem Weg zu einem professionellen Nachhaltigkeitsmanagement ist, so zeigt sich, dass etwas Grundlegendes erkannt und umgesetzt wurde: Nachhaltigkeit fest in die eigenen Organisations- und Managementsystemen zu integrieren. Damit werden angemessene Strukturen geschaffen, um eine nachhaltige Unternehmensführung von der Strategie bis zur Umsetzung voranzutreiben. Wichtig ist auch (öffentlich zu vermitteln), dass die Geschäftsführung die Gesamtverantwortung für die Nachhaltigkeitspolitik innehat. Sie verabschiedet sowohl die Häcker Nachhaltigkeitsstrategie als auch die jährlichen Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens. Des Weiteren überwacht die Geschäftsführung die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Häcker.

Mit ihrer Organisationsstruktur des Bereichs Nachhaltigkeit stellt Häcker Küchen die Integration nachhaltigkeitsrelevanter Themen in sämtliche Geschäftsprozesse sicher. Häcker gewährleistet darüber hinaus die unternehmensübergreifende Koordination ökologischer und gesellschaftlicher Aktivitäten.

Gründe für das Nachhaltigkeitsmanagement von Küchenherstellern

Wirtschaftlicher Erfolg, Investitionsentscheidungen und nachhaltige Wertsteigerung hängen heute nicht mehr allein von ökonomischen Erfolgsfaktoren ab. Zunehmend gewinnt auch der Umgang mit Chancen und Risiken im ökologischen wie sozialen Umfeld an Relevanz für die Bewertung und den Erfolg von Unternehmen. Dabei stellt auch der Gesetzgeber auf europäischer und bundesdeutscher Ebene Anforderungen an global agierende Unternehmen, Nachhaltigkeit in ihre Geschäftsprozesse zu integrieren: Die Bundesregierung hat 2017 die CSR-Berichtspflicht zur Offenlegung nichtfinanzieller Informationen der EU-Kommission beschlossen. Um ihnen gerecht zu werden, ist die Etablierung funktionierender Management- und Organisationsstrukturen im Bereich Nachhaltigkeit erforderlich.

Der gesellschaftlichen und ökologischen Verantwortung bewusst sein

Unternehmen wie die hier genannten bekennen sich zu Made in Germany, Tradition und Verpflichtung, Wandel und Innovation. Dies schließt auch mit ein, dass sie sich ihrer gesellschaftlichen und ökologischen Verantwortung bewusst sein müssen. Denn als international tätige Unternehmen werden sie heute auch verstärkt darüber bewertet, wie sozial und ökologisch verantwortlich und gleichzeitig wirtschaftlich erfolgreich sie handeln.


Copyright Steffi Henn

Copyright Steffi Henn

Autorin Dr. Alexandra Hildebrandt ist Nachhaltigkeitsexpertin und Wirtschaftspsychologin. Sie studierte Literaturwissenschaft, Psychologie und Buchwissenschaft. Anschließend war sie viele Jahre in oberen Führungspositionen der Wirtschaft tätig. Bis 2009 arbeitete sie als Leiterin Gesellschaftspolitik und Kommunikation bei der KarstadtQuelle AG (Arcandor). Beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) war sie von 2010 bis 2013 Mitglied der DFB-Kommission Nachhaltigkeit. Den Deutschen Industrie- und Handelskammertag unterstützte sie bei der Konzeption und Durchführung des Zertifikatslehrgangs „CSR-Manager (IHK)“. Alexandra Hildebrandt ist Sachbuchautorin, Hochschuldozentin, Herausgeberin und Mitinitiatorin der Initiative www.gesichter-der-nachhaltigkeit.de. Sie bloggt regelmäßig für die Huffington Post zu Nachhaltigkeitsthemen und ist Co-Publisherin der Zeitschrift „REVUE. Magazine for the Next Society”.

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