Maxwell-Scott. Wie eine britische Luxusmarke, alte Familien Traditionen mit modernen Recruiting Methoden verbindet

Interview. Nicole Rohde, bei Maxwell-Scott verantwortlich für die internationale Kommunikation und PR, mit Tobias Loitsch, Gründer und Herausgeber von HarmonyMinds zu Erfahrungen im traditionellen Unternehmertum und die Umsetzung einer moderner Unternehmensphilosophie als Arbeitgeber.

Tobias Loitsch: Frau Rohde, bitte stellen Sie doch kurz Maxwell Scott als Unternehmen vor und in welchem Bereich bzw. welcher Position sind Sie genau tätig? Stimmt es dass Maxwell Scott ein echtes Familienunternehmen mit eigener Fabrik ist?

Nicole Rohde: Maxwell-Scott ist eine britische Luxusmarke, die Taschen und Accessoires aus hochwertigem italienischen Leder verkauft. Gegründet wurde das Unternehmen 2002 von William Forshaw, nachdem er durch die Italienreisen seiner Mutter mit der dortigen Handwerkskunst in Verbindung gekommen ist. Unsere Produkte werden alle in Handarbeit in einer kleinen Fabrik in Italien hergestellt, diese Fabrik ist komplett in Familienbesitz. Selbst die 78-jährige Tante arbeitet noch freiwillig in der Produktion mit, da die Arbeit sie nach eigenen Angaben jung hält. Ich bin bei Maxwell-Scott als PR Managerin für die Kommunikation in Deutschland, Österreich und der Schweiz zuständig. Das bedeutet, ich kümmere mich um alle journalistischen Anfragen, Presseberichte und unsere Zusammenarbeit mit Bloggern und Influencern.

TL: Nun suchen Sie wie viele andere Unternehmen ganz besondere Talente. Können Sie Ihre Zielgruppe aus Maxwell Scott etwas näher beschreiben? Was für Persönlichkeiten suchen Sie speziell?

NR: Wir suchen unbedingt Teamplayer, denn wir sind ein relativ kleines Team und Eigenbrötler würden sofort auffallen und nicht unbedingt reinpassen. Wir suchen Talente, die keine Angst haben, ihre Meinung zu vertreten, ein Gespür für Mode und Einzelhandel haben und gleichzeitig über den Tellerrand hinweg, international denken. Da wir acht internationale Webseiten haben, sind wir natürlich auch immer an internationalen Kandidaten zum Beispiel aus dem DACH-Raum, den USA oder Australien interessiert.

TL: Welche Mittel nutzen Sie konkret bei der Talentsuche? Nutzen Sie bestimmte Kanäle insbesondere in Social Media und wie sind hier Ihre Erfahrungen?

NR: Bei der Talentsuche kommt es natürlich immer darauf an, ob wir einen internationalen Kandidaten suchen oder ob wir jemanden aus England finden möchten, wo wir unseren Hauptsitz haben. Bei der Suche nach britischen Mitarbeiter haben wir mit Jobplattformen wie Indeed sehr gute Erfolge erzielt, der Vorteil hier ist natürlich, dass wir die Bewerber zu einem persönlichen Gespräch einladen können – das ist bei internationalen Kandidaten nicht immer möglich. Bei Kandidaten aus dem Ausland versuchen wir immer, lokale Jobplattformen zu nutzen. In Deutschland wäre das zum Beispiel Stepstone oder die Jobanzeigen deutscher Universitäten. Für internationale Mitarbeiter haben wir in der Vergangenheit allerdings auch vermehrt Recruiter genutzt, da nach der Verkündung des Brexit die Attraktivität eines Jobs in England deutlich nachgelassen hat und wir zum Teil große Probleme bei der Suche nach internationalen Mitarbeiter hatten.

TL: Warum sollte ich als Talent auf der Suche nach einer neuen Tätigkeit bei Maxwell Scott zu arbeiten, wofür steht Ihr Unternehmen ganz besonders?

NR: Viele neue Mitarbeiter reizt es natürlich, in der Modebranche zu arbeiten. Zweimal im Jahr haben wir ein großes Fotoshooting mit Models, einen Team an Fotografen, jede Menge Kleidung und natürlich unseren Taschen. Teil dieser Welt zu werden, ist natürlich für viele Kandidaten ein Traum.

Dabei bietet Maxwell-Scott noch viel mehr, denn als relativ kleines Unternehmen haben neue Mitarbeiter bei uns die Möglichkeit, wirklich in jeden Bereich der Firma reinzuschnuppern und ganz individuell die eigenen Stärken zu entdecken. Mit der richtigen Einstellung ist auch die Karriereleiter kein Problem, denn gute Mitarbeiter kommen bei uns deutlich voran. Als

Beispiel: Unsere heutige Internationale Marketing Managerin hat bei uns vor sechs Jahren als Praktikantin angefangen und leitet jetzt Ihre eigene Abteilung. Gleichzeitig herrscht im Büro eine familiäre Atmosphäre mit sehr flachen Hierarchien. Als neuer Mitarbeiter ist man sofort Teil der Familie und wird von jedem anderen Teammitglied bei der
Eingewöhnung unterstützt.

TL: Was für ein Projekt oder Aktion war für Sie in den den letzten zwei Jahren im Employer Branding und Personalmarketing bei Maxwell Scott besonders spannend?

NR: Wir haben in den vergangen zwei Jahren bewusst immer mehr unsere Türen geöffnet und zeigen auf unserem Blog und und unserer Website viele Blicke hinter die Kulissen. So können sich potentielle Bewerber schon im Vorhinein einen sehr guten Einblick in unseren Arbeitsalltag verschaffen. Wir veröffentlichen regelmäßig Interviews mit unseren aktuellen Mitarbeitern, bzw. lassen unsere Mitarbeiter auf Social Media oder auf dem Blog zu Wort kommen. Dieser persönliche Aspekt, der auch unsere Arbeitsphilosophie im Unternehmen widerspiegelt, hebt uns ganz klar von der Masse ab. Bei uns sind Mitarbeiter Teil der Familie und nicht einfach nur eine Arbeitskraft hinter dem Schreibtisch.

TL: Wo haben aus Ihrer Sicht Mittelständische Unternehmen im Vergleich zu bekannten Großunternehmen den größten Nachholbedarf in Sachen Employer Branding oder wo haben sie eher sogar Vorteile?

NR: Natürlich haben große Unternehmen mit bekannten Namen den Vorteil, dass es “cool” ist, dort zu arbeiten. Diese Firmen haben massive Budgets, um das entsprechende Employer Branding umzusetzen und neue Talente zu rekrutieren. Gleichzeitig geht es bei diesen großen Firmen natürlich auch sehr unpersönlich zu. Mittelständische Unternehmen haben viel mehr die Möglichkeit, das Employer Branding auf einer persönlichen, familiären Ebene zu halten. Es wird weniger zur Maschine und bleibt auf einem menschlichen Level, was meiner Meinung nach sehr wichtig ist.

TL: Und zum Schluss wollen wir natürlich auch für unsere LeserInnen auf aktuelle Stellenangebote von Maxwell Scott eingehen. Wo benötigen Sie personelle Unterstützung?

NR: Wir suchen zur Zeit Verstärkung im technischen Bereich. Konkret bedeutet das, dass wir einen Assistenten für unsere Marketing Managerin suchen, welcher sie zum Beispiel bei der Erstellung und Pflege von Datenfeeds und Marketingplänen unterstützt. Gerne kann es sich bei dem neuen Kandidaten um jemanden handeln, der gerade erst mit der Uni fertig geworden ist. Natürlich muss der passende Bewerber bereit sein, in unserem Hauptsitz in York, England zu arbeiten – ein bisschen Auslandserfahrung ist aber natürlich inzwischen sehr begehrt.

Herzlichen Dank für das Interview.

Über Nicole Rohde

Nicole Rohde

Nicole Rohde ist seit knapp zwei Jahren bei der britischen Luxusmarke Maxwell-Scott für die internationale Kommunikation und PR Arbeit zuständig.

Zusätzlich betreut sie den Firmenblog des Unternehmens und die Social Media Kanäle.

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