Lifestyle-Business: Leben, wie und wo man will.

Leben in der Sonne, und zwar das ganze Jahr über. Wenn es doch mal zu kalt wird, zieht man weiter an den nächsten Ort. Dabei lebt man nicht von seinem Ersparten, sondern arbeitet bequem an jedem Platz der Welt. Die Rede ist von digitalen Nomaden.

Als Urvater aller digitalen Nomaden kann man Alvin Clarence Thompson nennen. „Titanic Thompson“ war ein so genannter Road Gambler, was bedeutet, dass er von Stadt zu Stadt zog und in jeder Stadt Wetten abschloss. Damit erfüllt er alle ungeschriebenen Kriterien eines Daseins als Nomade, wenn auch noch ohne den Zusatz „Digital“. Thompson konnte arbeiten wo er wollte und an allen Orten der Welt sein Geld verdienen, denn Wettspieler gab es in jeder Stadt der USA.

Mit einer Internetverbindung können sie so von jedem Ort aus ein Geschäft betreiben

Das Leben der digitalen Nomaden heutzutage unterscheidet sich nur in kleinen Dingen von dem Thompsons. Diese kleinen Dinge haben dafür einen umso größeren Einfluss. Wie der Name schon sagt, arbeiten digitale Nomaden digital, also mit ihrem Laptop, Smartphone, Tablet, etc. Mit einer Internetverbindung können sie so von jedem Ort der Welt aus ihr Geschäft betreiben. Da das Business von der Qualität und Konstanz der Internetverbindung abhängig ist, suchen digitale Nomaden vor allem Orte auf, wo beides sehr gut ist. Dazu zählen viele Gebiete in Südostasien, vor allem Indonesien und Thailand. Aber auch Lateinamerika, vor allem Medellín in Kolumbien beherbergt viele digitale Nomaden. Da sie sich aussuchen können, wo sie leben möchten, bevorzugen die meisten von ihnen warme Gegenden. Seltener hört man Berichte aus Norwegen oder Island, auch wenn die Internetverbindung dort sehr gut ist.

Die meisten digitalen Nomaden pflegen einen einfachen Lebensstil

Sie wohnen häufig zur Kurzzeit-Miete und haben wenig Gepäck bei sich. Je mehr sie besitzen, desto komplizierter wird das Reisen. Und das ist eigentlich der Kern des digitalen Nomadentums. Die Menschen, die sich für diesen Lebensstil entscheiden, tun dies meist aus ihrer Reiselust heraus. Viele waren für längere Zeit im Ausland oder nutzten jede freie Minute zum Reisen. Aus diesem Dauerfernweh haben sie dann einen kontinuierlichen Zustand gemacht und sich ihr Leben so gestaltet, dass sie viel reisen und dabei immer arbeiten können. Dafür gibt es verschiedene Geschäftsmodelle.

Eines ist der Verkauf von Waren über Amazon. Bei dem sogenannten Amazon FBA lässt man seine Produkte in Niedriglohnländern fertigen und verschifft sie dann an ein Lager von Amazon. Wenn die Ware über die Plattform verkauft wird, erledigt Amazon die gesamte Abwicklung von Verpackung, Versand und gegebenenfalls Retoure. Für den digitalen Nomaden hinter diesem Geschäftsmodell bieten sich dadurch viele Freiheiten, denn er braucht kein Lager, keine Spedition und auch keine eigene Produktion. Alle notwendigen Schritte lassen sich über das Internet abwickeln. Trotzdem sollte man den Aufwand nicht unterschätzen, denn ein solches Business folgt denselben Regeln wie ein normales Handelsgeschäft. Ein Vertreter dieses Geschäftsmodells ist Bastian Barami. Er gibt auf seinem Blog Officeflucht Tipps, wie auch andere sich ein Amazon-Business aufbauen können.

Digitale Nomaden das Verkaufen von Informationsprodukten

Eine andere Variante des Geldverdienens ist für viele digitale Nomaden das Verkaufen von Informationsprodukten. Dafür benötigt man Fachwissen in einem Bereich. Dieses bringt man pädagogisch wertvoll in einem Kurs zusammen. Der Kurs erfolgt aber nicht eins zu eins, wie klassischer Unterricht. Der Nomade fasst sein Wissen meistens in mehreren Lektionen in einem digitalen Produkt zusammen, das andere Menschen dann erwerben können. So können sie sich die Inhalte ansehen, wann immer sie möchten und Zeit haben. Für den Produzenten ergibt sich der Vorteil, dass er den Kurs nur einmal erstellen muss und dieser dann theoretisch ewig weiterverkauft werden kann. Ein gutes Beispiel dafür ist Said Shiripour, der auf seiner Seite Kurse zum Thema Affiliate-Marketing anbietet.

Aber auch die ganz klassische (digitale) Dienstleistung ist bei digitalen Nomaden beliebt. So bieten viele von ihnen Dienste als Grafiker, Texter, virtueller Assistent oder Übersetzer an.

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