Gib dem Herbstblues keine Chance

Der Sommer hat sich verabschiedet und dem Herbst Platz gemacht. Die Tage werden merklich kürzer und kühler, die Natur färbt dafür die Blätter in warme Rot- und Goldtöne. Der Abschied vom Sommer bedeutet den Anbruch einer ganz anderen Phase des Jahres. Die Aktivitäten draußen werden weniger und es gibt für uns alle die Möglichkeit, einen Gang herunterzuschalten und wieder zur Ruhe zu kommen.

Zugegeben, wenn die letzten heißen Sommertage schon ein paar Tage zurückliegen und die Tage auf einmal merklich früher enden, überfällt einen schon ein wenig Melancholie. Sind die Sommermonate doch für die meisten Nordeuropäer, also auch uns Deutsche, gefühlt immer zu kurz. Sobald wir uns damit innerlich arrangiert haben, kann der Herbst uns mit seinen Reizen vollkommen einnehmen.

Endlich treibt es uns nicht mehr andauernd raus

Was gibt es Schöneres, als nach einem Herbstspaziergang ins wohlig-warme Zuhause zurückzukehren? Wie anders sieht das Zuhause oft aus nach so einem Gang in die Natur, wie von Zauberhand viel wohliger als beim Verlassen der Wohnung. Durch die kürzer werdenden Tage und kühleren Temperaturen sind wir wieder viel mehr zu Hause. Endlich treibt es uns nicht mehr andauernd raus und wir können die Zeit nutzen, liegengebliebenes endlich zu erledigen, auszumisten oder auch mal wieder mehr zu lesen. Der Herbst ist die ideale Zeit, um die Seele baumeln lassen, es sich zu Hause kuschelig zu machen und zu entspannen.

Viele wollen diese Entspannung durch das Rauchen nicht missen. Durch den Genuss von E-Zigaretten und Vaporizer aller Art ist dies jetzt auch mit viel geringeren Nebenwirkungen als beim richtigen Rauchen möglich. Streng genommen ist das Vaporisieren gar kein Rauchen, vielmehr ist es ein Verdampfen. Mit speziellen Filtern versehen ist es die schönste Art, Kräuter zu inhalieren, ohne Teer und andere Verbrennungsprodukte.

Besinnung auf das Wesentliche

Der Beginn der kühleren Jahreszeit gibt uns die Möglichkeit, in einen anderen Modus zu schalten. Die Natur macht es uns vor. Die Zeit des Wachsens, der Blüte und der Fortpflanzung ist vorbei und die Früchte des Jahres stehen zur Ernte bereit. Sobald die Bäume ihre Blätter verlieren, wird der nach außen gehende Impuls beendet und alle Pflanzen und auch die Tiere bereiten sich auf den Rückzug vor. Alles Leben arbeitet langsamer und es ist auch für uns Zeit, Reserven für den dunklen Winter zu sammeln. So wie Bäume ihre wachstumsfördernde Versorgung aus dem Blattwerk und Ästen zurückziehen ins Innere und in die Wurzeln, können auch wir nach innen gehen und uns von den sommerlichen Aktivitäten erholen. Die getankte Sonnenenergie und viele schöne Erlebnisse aus Urlaubs- oder Ferientagen können in uns einsinken und wir haben mehr Zeit und Ruhe zu Hause, um diese zu verarbeiten.

In unserer hektischen Zeit kann gerade das Herunterschrauben der Aktivitäten einen wohltuenden Ausgleich bieten. Es ist ein archaischer innerer Trieb, der unsere inneren Uhren auf einen langsameren Rhythmus schwingen lässt, der uns veranlasst, das Leben etwas zu entschleunigen. Es ist für unseren seelischen Ausgleich sehr wichtig, diesen Impulsen zu folgen – trotz unserer Arbeitswelt, die keinen Unterschied macht zwischen Sommer und Winter. So ist es auch für uns Zivilisationsmenschen immer eine gewisse Irritation, wenn wir im Herbst wieder die Uhren auf Winterzeit umstellen.

Wellness für die Seele

Es gibt einige Methoden und Praktiken, die gerade im Herbst besonders wohltuend sind. Es ist wieder Zeit für ausgiebige Wannenbäder mit duftenden Badeessenzen, für lange Sauna- oder Thermenbesuche oder für Massagen oder Shiatsu. Gerade Massagen sind nicht nur eine Knettechnik zur Lockerung von verspannten Muskelpartien, sondern eine Möglichkeit der Tiefenentspannung. Vielleicht gibt es noch den Glow von dem wunderbaren Sommerurlaub – wenn nicht, könnte ein Besuch bei der Kosmetikerin für mehr Wohlbefinden sorgen.

Die reinigende Wirkung auf die Haut, die wohltuenden Gesichtsmassagen oder auch die Pflege der Füße bei einer Pediküre kann wahre Wunder bewirken. Ein Besuch bei der Kosmetikerin verbindet Schönheitspflege und Wellness auf wunderbare Weise. Mit der Ausübung von Meditation kann sich jeder auf seine Ruhezentren konzentrieren lernen. Regelmäßiges Üben verstärkt diesen Effekt. Die Konzentration auf den Atem und einen ruhigen Geist ist eine Herausforderung für den unruhigen Geist in unserer Zeit. Das Praktizieren von Yoga ist eine weitere Möglichkeit, den Ausgleich von Körper und Geist zu suchen.

Herbstzeit – Erntezeit

Im Herbst ist es Zeit, die Ernte einzuholen. Auch ohne eigenes Feld kann man die Früchte des Jahres sammeln. Bei Herbstspaziergängen sammeln viele im Wald Pilze. Dieses Jahr ist durch den vielen Regen überall leichte Pilzbeute zu machen. Aber auch das Sammeln von Beeren und Früchten geht ohne eigenen Garten. Holunderbeeren, Sanddorn oder Hagebutten wachsen wild. Sie sind die Grundlage für leckere Marmeladen oder Säfte.

Wer Kinder hat, kann mit den vielen Kastanienkernen, die auch in der Stadt sehr zahlreich vorhanden sind, schöne Objekte basteln. Die vielen bunten Herbstblätter oder Sträucher mit nicht essbaren Beeren sind eine schöne Dekoration für das herbstliche Zuhause. So kann das raschelnde Laub zu Hause noch ein bisschen weiter sein Flair verbreiten.

Noch mehr Kuscheliges zu Hause

Draußen wird es kühler und feuchter. Im Herbst draußen unterwegs sein, heißt auch, sich entsprechend wärmer anzuziehen. Das ist eine willkommene Abwechslung im Kleiderschrank. Ab sofort ist es wieder Zeit, die neue Herbstmode auszuprobieren. Andere Farben dominieren dann das Bild, die Stiefel sind wieder in und kuschelige Schals und Mützen der neuen Saison bringen wieder Abwechslung ins Bild. Ist nicht das Richtige dabei bei den angebotenen Accessoires? Kein Problem, denn Schals, Mützen oder Stulpen lassen sich auch selbst stricken.

Stricken oder Häkeln ist wieder voll im Trend. Do-it-yourself ist nicht nur in, sondern auch höchst individuell. Der selbstgestrickte Schal oder Pullover lässt sich absolut nach dem eigenen Geschmack und in den Lieblingsfarben gestalten und ist immer ein Unikat. Von der entspannenden Wirkung der Handarbeit am Ofen und mit einer schönen Tasse heißen Tee profitieren immer noch viele Frauen. Es gibt und gab aber auch immer einige Männer, die stricken.

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