Erlebnis Lernen – J. Fothergill

Lernen leicht gemacht – genau wie in der Kindheit.

Wir lernen oft leicht, ganz ohne es zu merken

Ich erinnere mich gut an die viele mühsame Stunden in denen ich versucht habe die französische Sprache zu lernen. Jede Vokabel hat mir Mühe bereitet und heute erinnere ich mich nur an wenig von damals. Allerdings habe ich damals nach dem Lernen oft einige Folgen meiner neuen Lieblingsserie geschaut. Und zu meiner Überraschung kann ich mich auch heute noch problemlos an den ungefähren Plot erinnern und auch an viele Folgen. Und vielen meines Alters geht es ähnlich mit den Serien und Hörspielen aus Kindertagen, wie den drei Fragezeichen, Pokemon oder den Schlümpfen. Genau wie die Erwähnung alter Serien aus meinen Kindheitstagen, mir auch heute noch wohlige Erinnerungen wach zu rufen vermag. Wäre es nicht toll, wenn uns das Lernen von Sprachen, Sachthemen und neuen Skills genauso leicht fallen würde?

Wie Lernen Kinder im Vergleich zu Erwachsenen

Man sagt, dass Kinder auf ganz natürliche Weise leicht lernen können. Wer selbst Kinder hat oder mit Kindern arbeitet kennt das: Dieses weltoffene ganz große Staunen und die natürliche Neugier und die bedingungslose Begeisterungsfähigkeit. Das ist für die meisten Kinder normal – bis zu einem gewissen Alter. Irgendwo zwischen später Kindheit und Pubertät geht diese besondere emotionale Gabe in der Regel verloren. Manche haben Glück und behalten dieses wache, aufmerksame Interesse für bestimmte Themen oder sogar für alle Dinge. Die spannende Frage hierbei ist, können wir anderen das auch?

Faszination und Emotion als Schlüssel zum leichten Lernen

Woran wir uns wie leicht erinnern, hängt von vielen Faktoren ab. Besonders hervorstechend ist dabei die Rolle der Emotionen und Gefühle. Wer erinnert sich nicht leicht an seine alten Lieblingsserien, -bücher und -filme? Oder den ersten Kuss?  Oder den letzten Abschluss?

Was diese Dinge von dem Erlebnis eines klassischen Frontalunterrichts unterscheidet, sind die unbefangene Offenheit für die Erfahrung und vor allem das Erleben intensiver Emotionen. Zusammen ergibt das dann ein prägendes Schlüsselerlebnis das uns und unsere Fähigkeiten ganz wie von selbst formt. In der Praxis heißt das, dass wir an das Lernen von Neuem, wieder ganz offen und unbefangen herangehen müssen – eben wie zu Kindheitstagen. Dann können wir auf dieser Basis unsere Faszination und unser emotionales Mit-Erleben dieses Neuen sichern, damit es sich dann auch wie von selbst einprägt – weil es zu einem Teil unserer ganz persönlichen Geschichte wird.

Stell Dir vor Du lernst zum ersten Mal – und hast einen guten Grund dazu

Am Anfang ist es stets eine Herausforderung an etwas Neues ganz unbefangen heranzugehen – ganz so als wenn man zum ersten mal etwas lernt. Das heißt natürlich nicht, dass Vorwissen ungenutzt bleiben soll – es heißt nur, dass Du ganz offen und mit kindlicher Neugier an das vor Dir liegende Erlebnis etwas Neues zu erfahren herangehst. Dafür musst Du alles andere ausblenden und Dich fragen: „Was fasziniert mich an dem Neuen?“. Ganz frei von Alltagsstress und äußeren Zwängen.

Eine gute Möglichkeit besteht darin, sich gleich ein persönliches Projekt für das Neugelernte zu suchen, bevor man mit dem Lernen beginnt. Es sollte dabei möglichst einfach, zwanglos und ohne Zeitdruck sein, damit sich keine Frustration oder negative Emotionen einstellen. Denn dann haben wir mit dem, was wir lernen gleich zwei schöne Erlebnisse. Die uns positiven Erinnerung bleiben werden. Die angenehmste Gedächtnisstütze der Welt.

Lebenslanges Lernen als Spielwiese für den Geist

Stell Dir vor Du könntest jeden Tag neue Dinge lernen und entdecken, die Dir auch noch Spaß machen. Und dieses Lernen bewahrt Dir eine offene und gut gelaunte Einstellung dem Leben gegenüber, das Dich jeden Tag mit neuen kleinen Lernerlebnissen versorgt. Das kann ein sehr schönes Lebensgefühl sein und das sogar – ganz nebenbei- auf eine sehr produktive Weise. Und was gibt es schöneres als ein unbeschwertes Leben indem man ganz nebenbei produktiv, glücklich und immer neugierig bleibt. Und mit etwas Glück, kannst Du Andere auch dazu ermuntern.

Lernspaß wie zu Kindheitstagen

Die positive Einstellung zum Lernen zu bewahren ist natürlich eine Herausforderung, der Du Dich immer wieder stellen wirst. Aber es ist Herausforderung, die sich lohnt. Es wird auch manchmal Themen geben, bei denen es schwerer fallen wird als bei andern – das deutsche Steuerrecht ist für mich beispielsweise so ein Fall. Aber es wird auch immer genügend Themen geben, bei denen es dafür umso besser gelingt. Ich lerne heutzutage zum Beispiel auch wieder Französischvokabeln und wende sie auch in der Sprache an – nur so zum Spaß. Und das bereitet mir große Freude.

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Zu einem wesentlichen Teil entspringt diese Perspektive und diese ganze Herangehensweise dem Mentalen Morphing (entwickelt 2012 v. Julian N.D. Fothergill). Das ist eine psychologische Methode mit einer dazugehörigen Philosophie und Lebenseinstellung, die sich unter anderem damit beschäftigt, wie wir unser Lebensglück erreichen können. Das geschieht hier stark durch unsere Vorstellungen von uns selbst und unseren Gefühlszuständen. Also wie wir unser Lebensglück selbst frei gestalten können – jeden Tag aufs Neue.

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