Die unglaubliche Heilkraft von Manuka-Honig

Honig ist ein wunderbares Nahrungsmittel. Wir süßen unseren Tee damit, verfeinern Backwaren und bereiten für unsere Kinder und Liebsten eine heiße Milch mit Honig zu um sie in sanfte Träume zu wiegen. Vor kurzem gab es diesen Beitrag auf WOMZ: Echten Honig kaufen? Nicht einfach. Worauf du achten solltest. Und da wurde der Manuka-Honig kurz erwähnt. Das war für uns Anlass, diesem Wunderhonig noch mal gezielt nachzugehen.

Mittlerweile weiß jedes Kind, dass Honig gesünder ist als Industriezucker. Doch dieser besonderer Honig aus Neuseeland entfaltet regelrechte Superkräfte wenn es um die Gesundheit geht. Was macht den Manuka so einzigartig? Und warum werden Sie vielleicht bald ihren Tee damit süßen?. Das ist natürlich ein Scherz.

Denn schon normalen Honig in heiße Getränke zu geben, ist eigentlich ein Frevel. Die im Honig sich befindenden Vitamine und Enzyme werden ab einer Temperatur über 40 Grad zerstört. Das nennt man in der Biologie Denaturierung. Und angesichts des Preises für Manuka-Honig wird wohl auch kaum jemand dazu neigen, ihn zum Süßen in Tee oder heißer Milch zu verwenden.

Doch was ist eigentlich Manuka Honig?

Die traditionelle Herstellung des Manuka-Honig wird bis heute von den Einheimischen Neuseelands gepflegt. Die Bienen stellen den Honig aus dem Nektar der Südseemyrtenblüten her. Die Eingeborenen nennen die Südseemyrte auch Manuka-Baum. Die Māori, Ureinwohner Neuseelands, entdeckten schon vor Jahrhunderten seine antibakterielle und heilungsfördernde Wirkung.

Auch geschmacklich unterscheidet sich Manuka von unserem normalen Honig. Er ist deutlich weniger süß, eher würzig und ein wenig herb.

Manuka-Honig sollte nicht im Kühlschrank gelagert werden. Steht der Honig zu kalt kristallisiert er und kann seine angenehm cremige Konsistenz verlieren. Sollte Ihnen das doch einmal passieren, können Sie den Honig schonend erwärmen. Licht und Wärme können zu einem leichten Wirkstoffverlust führen. Ein Lagerung bei Zimmertemperatur ist auch möglich, wenn 25 Grad nicht überschritten werden.

Positive Eigenschaften des Manuka-Honig

  • Antibakteriell und Antiviral
  • Stärkt das Immunsystem
  • Fördert die Wundheilung
  • Hemmt das Wachstum von Krebszellen
  • Stärkt die Gelenke indem es beim Aufbau von Kollagen hilft
  • Effektiv gegen Pilzinfektionen

So wird Manuka eingesetzt

  • Als Hautpflege, gegen Sonnenbrand und entzündliche Hautkrankheiten
  • Zur Mundhygiene
  • Gegen Lippenherpes
  • Als milde & hautfreundliche Desinfektion
  • Bei leichten Verletzungen
  • Begleitend zur Krebstherapie
  • Stärkung der allgemeinen Gesundheit

Manuka-Honig – Der stärkste Honig gegen Bakterien & Viren

Der wichtige Inhaltsstoff des Manuka-Honig ist Methylglyoxal (kurz: MGO). Er bekämpft eine Vielzahl von Bakterien die für uns schädlich sein können. Die Wirksamkeit von MGO ist medizinisch anerkannt. In einigen Kliniken wird Manuka-Honig deswegen als natürliches und mildes Heilmittel ohne Nebenwirkungen angewandt.

Manuka-Honig ist der einzige Honig der MGO in nennenswerten Mengen enthält. Es gibt noch weitere Wirkstoffe, die Krankheitserregern den Gar ausmachen. Die Flavonoide und Phenole. Da die Zusammensetzung von Manuka so komplex und vielfältig ist, fällt es Keimen schwer sich an den Manuka anzupassen. Es entstehen also keine resistenten Krankheitserreger wie es bei synthetischen Antibiotika der Fall ist.

Dass wir das wissen, verdanken wir auch einem deutschen Forscher: Thomas Henle, Professor für Lebensmittelchemie an der TU Dresden:

„Dass Manuka-Honig antibakteriell wirksam ist, weiß man seit vielleicht etwa so 30 Jahren. Was tatsächlich dafür verantwortlich ist, wusste man lange Jahre nicht. Und wir konnten an der TU Dresden zeigen, dass eine Verbindung namens Methylglyoxal für diese antibakterielle Wirksamkeit verantwortlich ist.“

Gegen diese Bakterien ist Manuka sehr effektiv:

  • Streptococcus mutans: Verursacht Karies
  • Yersinia enterocolitica: Auslöser von Magen-Darm-Krankheiten
  • Shigellen: Durchfall-Infekte
  • Aggregatibacter actinomycetemcomitans: Parodontose
  • Proteus mirabilis: Wundinfektionen und Blutvergiftung
  • Helicobacter pylori: Ursache für chronische Magenentzündung
  • und viele mehr

Manuka-Honig bekämpft nicht nur viele Bakterien, denen wir alltäglich ausgesetzt sind. Er nimmt es auch mit einigen Viren auf. Zwar ist er gegen Viren weniger effektiv als gegen Bakterien, der Effekt ist aber auf keinen Fall zu vernachlässigen. Gegen welche Viren Manuka-Honig hilft und gegen welche eher weniger, ist aktueller Bestandteil der Manuka-Forschung.

Wunden verheilen mit Manuka-Honig schneller

Das Wunden schneller heilen, wenn Sie mit Manuka-Honig behandelt werden, wurde in Tierversuchen schon mehrfach nachgewiesen. Die Wirkung ist aber nicht auf einen einzelnen besonderen Inhaltsstoff zurückzuführen. Es ist der Komplex aus Antibakteriellen, antiviralen und antioxidativen Eigenschaften.

Sie verhindern in erster Linie das Eindringen von Bakterien und Viren in die offene Wunde und beugen so einer Infektion vor. Die Antioxidantien lindern die bestehende Entzündung und beugt der Bildung neuer Entzündungen vor. Wenn Wunden heilen wird beschädigtes Gewebe vom Immunsystem abgebaut. Dieser natürliche Prozess geht mit einer anfänglichen Entzündung einher.

Damit neues gesundes Gewebe entstehen kann, benötigen wir starke Blutgefäße um neues Bindegewebe und Kollagen aufzubauen. Manuka-Honig unterstützt als Naturheilmittel den Körper bei diesen Prozessen. Dadurch klingen Entzündungen schneller ab und verlaufen milder.

Der Honig ist gleichzeitig eine Schutzschicht die der umliegenden Haut Feuchtigkeit spendet und verhindert, dass wir erneut mit Keimen in Kontakt kommen.

Manuka ist gut für die Zahngesundheit

Haben Sie sich einmal mit Honig die Zähne geputzt? Was etwas verrückt klingt, ist eine alte Tradition der Ureinwohner Neuseelands und eine natürliche Alternative zur chemischen Zahnpasta.

Das klingt erstmal absurd, da Honig ziemlich viel natürlichen Zucker enthält. Die antibakterielle Wirkung des Manuka-Honig ist jedoch deutlich stärker. Man kann die Zahnpasta leicht selbst herstellen oder man verwendet ein fertiges Produkt. Einige fertige Zahnpasten enthalten noch zusätzliches ätherisches Manuka-Öl.

Ein groß angelegter Versuch aus dem Jahr 2004, hat bewiesen, dass Manuka-Honig die Neigung zu Zahnfleischbluten deutlich reduzieren kann. Er vermindert Zahnstein effektiver als das Kauen von Kaugummi mit Xylit. Manuka-Honig konnte es mit der chemischen Chlorhexidin-Mundspülung locker aufnehmen und erwies sich als gleich wirksam.

Ein Manuka-Honig mit hohem UMF und MGO-Wert ist dabei effektiver. UMF und MGO stehen für die Wirksamkeit des Honigs. Umso höher der Wert umso mehr der wertvollen Inhaltsstoffe des Manuka enthält der Honig.

Manuka-Honig: Ein Naturheilmittel gegen Entzündungen

Antioxidantien können eine unglaubliche Heilkraft besitzen. Unser moderner, hektischer Lebensstil führt oft zu lange anhaltenden Stress. Chronischer Stress löst Entzündungsreaktionen im Körper aus. Viele Menschen spüren das im Bauch. Es schlägt uns buchstäblich auf den Magen.

Wer nichts dagegen unternimmt, setzt seine Gesundheit auf’s Spiel. Krankheiten wie Morbus Chron, Rheuma, Athritis und im schlimmsten Fall Krebs können die Folge von chronischen Entzündungen sein.

2018 hat eine Studie untersucht wie der regelmäßige Genuss von Manuka Sie davor schützen kann. In Versuchen an menschlichen Zellen konnte bewiesen werden, dass Manuka Schäden durch oxidativen Stress verhindern konnte. Auch in Tierversuchen wurden verblüffende Ergebnisse erzielt. Mäuse erhielten zur ihrer täglichen Fütterung jeweils einen Teelöffel Manuka-Honig. Stress konnte ihren Organen viel weniger anhaben. Die Leber wurde besonders stark geschützt.

Der Honig enthält viele Flavonoide und Phenolsäuren. Heneicosan und Hydroxyzimtsäuren sind zwei davon. Sie verleihen dem Manuka-Honig seine schützenden Wirkung. Noch kennt die Wissenschaft nicht jeden der wertvollen Inhaltsstoffe des Manuka. Wertvolle Inhaltsstoffe die in Studien auch positiven Einfluss auf den Verlauf von chronischen Krankheiten wie Colitis ulcerosa hatten. Der tägliche Verzehr von Manuka-Honig reduzierte die Entzündungswerte deutlich.

Für Sie noch ein Geheimtipp: An der Farbe können Sie erkennen wie reich der Manuka-Honig an Antioxidantien ist. Je dunkler und brauner die Farbe umso mehr Phenolsäuren enthält der Honig.

So erkennen Sie guten Manuka-Honig

Hochwertiger Manuka-Honig wird ausschließlich in Neuseeland und Australien hergestellt. Achten Sie darauf, dass Ihr Manuka auch wirklich aus diesen Ländern stammt.

Sogar einige Fälschungen sind im Umlauf. Den Fälschung werden künstlich erzeugte Inhaltstoffe des Manuka-Honig beigemischt. Manchmal handelt es sich auch um normalen Honig der nur einen winzigen Anteil Manuka enthält.

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, kaufen Sie Ihren Manuka-Honig am besten in der Apotheke. Die Produkte aus der Apotheke sind immer steril und für die medizinische Anwendung geeignet. Wenn Ihre örtliche Apotheke keinen Manuka im Sortiment führt, können Sie den Honig auch rezeptfrei in einer Online-Apotheke bestellen. Nur echter Manuka-Honig darf das UMF- oder MGO-Label tragen.

Noch nie war es so leicht etwas für seine Gesundheit zu tun, als einfach mal einen Löffel süßen Honig zu vernaschen.

Bild: Von Grey Geezer – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=38022761

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