Die besten Öle für Hunde – und welche besser nicht.

Gute Öle – besonders pflanzliche – erfreuen sich in jüngerer Vergangenheit wachsender Beliebtheit. Eine wahre Renaissance eines Jahrhunderte altem Wissens erleben wir gerade: Endlose Varianten an Speiseölen, Aromaölen, Kosmetik-, Massage, Pflege- und Heilölen überschwemmen die Märkte. Einerseits sicher ein Marketing getriebener Trend, doch andererseits auch eine schöne Wiederentdeckung natürlicher Heilmittel, die zwischenzeitlich von billigen, industriell hergestellten Alternativen verdrängt waren.

Zumindest möchten wir viele heutige Varianten an Speise-Ölen nicht mehr missen und auch als Heilmittel zu inneren und äußeren Anwendungen entdecken wir angenehme Alternativen zu den herkömmlichen Pharmazeutika.

Gutes Öl für Mensch und Hund

Entscheiden ist, dass diese Wiederentdeckung nicht beim Menschen haltmacht. Auch Tiere und insbesondere Hunde können mit ihrem Futter hochwertige, energiereiche und heilsame Öle erhalten. Das können Aroma-, Heilmittelöle sein, wie z.B. CBD Öl, aber auch Speiseöle, die wertvolle Fettsäuren beinhalten. Besonders mehrfach ungesättigte Fettsäuren, wie sie in vielen pflanzlichen Öl enthalten sind, können vom tierischen Körper nicht selbst gebildet werden und sind deshalb gesundheitsfördernd für den Hund.

Zum Fressen, speziell zum BARFEN noch Öl?

Je nach Ernährungsart, erhalten Hunde davon mehr oder weniger ausreichend. Entgegen der Erwartung sind es sogar eher die Hunde, die roh gefüttert werden, denen manche Fettsäure entgeht.  Die besonders gesunden Fettsäuren sind oft in hochwertigen pflanzlichen Speiseölen enthalten, aber auch – je nach Qualität – im Fisch und im Fett des Fleisches, das die Tiere in der BARF-Fütterung erhalten. (Zum BARFEN gibt es ja geteilte Ansichten. Hierzu verweisen wir auf Expertenansichten.)

Das Problem liegt oft an der Einseitigkeit. Ein bekanntes Beispiel sind Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Beides sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die für die Gesundheit des Menschen und Tieres eine wichtige Rolle spielen. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sollten idealerweise zu gleichen Teilen enthalten sein, da sie gegensätzlich wirken.

Ein Hund nimmt mit der Rohfütterung bereits viele Omega-6-Fettsäuren auf, sodass wir ihm vor allem Omega-3-Fettsäuren in Form von Ölen zusätzlich füttern sollten. Omega-3-Fettsäuren sind reichhaltig in Fischölen enthalten, wie zum Beispiel in Lebertran, Dorsch- oder Lachsöl. Aber auch viele pflanzliche Öle enthalten Omega-3-Fettsäuren, z. B. Hanföl, Rapsöl, Leinöl oder Walnussöl.

Leider gibt es auch Hunde mit chronischer Darmentzündung, bei denen eine Rohfütterung nicht angeraten ist. Bei der Behandlung dieser Hunde wird viel mit guten Ölen wie Kokos-, Nachtkerzen-, Hanf- und Lachsöl beigefüttert.

Warum Öle mit Omega 3 und Omega 6?

Die wilden Vorfahren unseres Hundes erlegten Wild, das wesentlich mehr Omega-3-Fettsäuren hatte. Doch heute stammt das Fleisch und Fett hauptsächlich von einseitig ernährten Rindern. Deshalb kann es zu Mangel kommen, den man mit speziellen tierischen und pflanzlichen Ölen ausgleichen kann.

Speise-Öle für Hunde: mehr Energie, glänzendes Fell und gegen Hautprobleme.

Speise-Öle sind für die Verdauung der Hunde ein Turbo, denn sie setzen Vitamine frei. Zum Beispiel werden die Nährstoffe von Karotten mithilfe von Öl umgewandelt. Die Hunde ziehen aus den Ölen jede Menge Kraft und selbst der Fellwechsels wird unterstützt.

Beim Öl auf kaltgepresst achten

Bei uns Menschen hat sich die Qualität schon rumgesprochen. Und die gilt auch für unsere geliebten Vierbeiner: kaltgepresste Öle sind die bekömmlichsten und Nährstoff reichsten. “Natives Öl” oder “extra vergine” sind alternative Bezeichnungen für diese Art der Herstellung. Entscheidend ist, dass das Öl nur unter 40° C erhitzt wird und so alle wichtigen Nährstoffe erhalten bleiben. Omega-3-Fettsäuren würden ansonsten oxidieren.

Welche Öle empfehlen sich besonders?

Viele Ölsorten sind für Hunde wunderbar geeignet, teils jedoch nur in kleinen Dosen oder nur zur äußerlichen Anwendung: HanfölOlivenöl, Rapsöl, Distelöl, Leinöl, Fischöl, Walnussöl, Nachtkerzenöl, Kürbiskernöl, Traubenkernöl, Sanddornöl, Sesamöl, Arganöl, Hagebuttenkernöl und Schwarzkümmelöl.

Auch Nelken-Öl, Thymian-Öl, Schafgarbe-Öl, und Teebaum-Öl werden von Heilpraktikern als äußerlich wirkungsvoll genannt, da antibakteriell und einige sogar gegen Viren und Pilze helfen sollen. Die Natur ist da oftmals die beste Apotheke, und hat Substanzen parat, die ein sehr breites Anwendungsspektrum bieten. Zudem kommt noch der Vorteil geringster Nebenwirkungen, die bei pharmazeutisch hergestellten Mitteln oft nicht gegeben ist.

Gemischte Öle

Um die besonderen Eigenschaften vieler Öle zu vereinen, gehen Produzenten heute sogar dazu über spezielle Mixturen zusammenzustellen. So werden z. B. rare und wertvolle Tropfen Nachtkerzenöl, Kürbiskernöl, Traubenkernöl, Sanddornöl, Sesamöl und Hanföl vereint in einem Produkt. Diese Mixturen werden teils als regelmäßige Kur-Anwendungen über Tage oder Wochen empfohlen, aber auch zur täglichen Nahrungsergänzung.

Wann sollte man Öle nicht verwenden?

Es gibt auch Ausnahmen bei der Verabreichung von eigentlich geeignetem Öl. Das ist der Fall, wenn futterbedingte Allergien bestehen. Auch bei fettiger oder schuppiger Haut sollte man auf Öle verzichten. Manche Hunde reagieren auch sensible auf Öle und bekommen Verdauungsproblemen und Durchfall. Bei Hunden mit Organbeschwerden sollte man die Öl Zugabe mit dem Tierarzt abstimmen. Außerdem können schwangere Hunde und Welpen Öl manchmal nicht vertragen.

Welche Öle sollte man besser nicht verwenden?

Wenig geeignet für Hunde sind Brat- und nicht kaltgepresste Öle. Beispielsweise ist Rapsöl, Weizenkeimöl (je nach Herstellung) oder Sonnenblumenöl nicht sonderlich geeignet, obwohl es häufig in Hundefutter verwendet wird. Die Nachteile bei diesen Ölen liegen in der industriellen Herstellung, bei der oft nicht natürliche Stoffe eingesetzt werden und es zu belastenden Transfetten kommen kann.

Ebenso gelten Erdnussöl, Haselnussöl, Kürbiskernöl, Maiskeimöl, Mandelöl, Sonnenblumenöl, Sojaöl und Sesamöl aufgrund ihres hohen Anteils an Omega-6 Fettsäuren als weniger geeignet. Zudem können sie Allergien auslösen oder enthalten Stoffe, die vom Hund nicht gut ausgeschieden werden können.

Auch bei ätherischen Ölen ist Vorsicht geboten. Besonders Öle, die Tannine enthalten können zu Magenschleimhautentzündungen führen.

Die 7 besten Öle für Hunde

Wir haben uns nach vielen Recherchen und Anwendungserfahrungen für sieben Öle entschieden, die wir für Hunde am besten halten.

1. Hanföl

Herkömmliches Hanföl ist ein gesundes Speiseöl, das sehr gute Fettsäure-Zusammensetzung aufweist (gutes Omega-3-Omega-6-Verhältnis) und bei regelmäßiger Zugabe zum Wohlbefinden des Hundes beiträgt. Es soll gut bei Darmprobleme sein.

Vorsicht vor „Hanfextrakten“!

Auf den Flaschen mit Hanfsamenöl und Hanfspeiseöl steht oft auch „Hanfextrakt“. Man kann auch Samenöl als Extrakt bezeichnen, da es aus den Samen „extrahiert“ wird. Doch wenn dieses Hanfextrakt-Öl dann in winzigen Pipettenflaschen angeboten wird, will offenbar jemand bewusst unwissende Verbraucher täuschen. Man will dann den Eindruck vermitteln, es handle sich um das gleiche wie CBD Öl.

Ein derartiges Öl wirkt preiswerter als CBD-Öl, jedoch ist es für ein Hanföl viel zu teuer. Richtig betrügerisch wird es noch, wenn das Wirkspektrum fast mit dem von CBD Öl identisch dargestellt wird.

2. Schwarzkümmelöl

Die besondere Wirkung des Schwarzkümmelöls ist einem Teilnehmer von „Jugend forscht“ zu verdanken. Seither entdecken immer mehr Anwender dessen Besonderheit: Schon wenige Tropfen in dem Trinkwasser deines Vierbeiners können reichen, um vor Zecken, Flöhen und ähnlichen Parasiten zu schützen. Schwarzkümmelöl kann sich auch positiv auf die Atemwege auswirken. Von Therapeuten angegebene Dosierungen gehen bei Hunden von 1 mg pro 10kg Körpergewicht aus. Dabei sollte man bedenken, dass das dunkle Öl durch seine ätherischen Bestandteile die Schleimhäute reizen kann, deshalb empfiehlt es sich, es nicht ins Trinkwasser oder auf das Futter zu geben. Vielmehr wird es besser unter das Futter gemischt.

3. Lachsöl

Lachsöl eignet sich als Futterbeigabe. Es enthält viele Omega-3-Fettsäuren und Alpha Linolen-Säure. Es ist prinzipiell sehr gesund und perfekt gegen Juckreiz, schuppige Haut, Fellprobleme und Ekzeme. Die Dosis sollte ca. ein Esslöffel zum Futter sein. Und das auch nicht täglich. (Eine kleine Einschränkung: Nach der Netflix-Doku „Seaspiracy“ sollten wir wohl alle unseren Fischkonsum nochmal überdenken)

4. Borretschöl

Der wichtigste Inhaltsstoff des Borretschöls ist die Gamma-Linolensäure. Es enthält davon bis zu 20 % damit unter den Ölen weit vorne. Gamma-Linolensäure wirkt entzündungshemmend, Blutdruck senkend und fördert die Hirnaktivitäten. Es kann sowohl äußerlich als auch innerlich angewendet werden.

5. Kokosöl

Kokosöl lässt sich zwar auch inner- und äußerlich anwenden, jedoch haben wir es aufgrund der äußerlichen Anwendung in unsere Top 7 aufgenommen. Es ist unsere Wahl, wenn es um gepflegtes, glänzendes Fell und Haut geht. Zudem soll es auch helfen, Flöhe und Zecken abzuwehren. Bei der inneren Anwendung gibt es einiges zu beachten, wenn der Hund chronisch krank ist. Näheres kann man hier dazu lesen.

6. Nachtkerzenöl

Nachtkerzenöl ist zur äußeren Anwendung bei Entzündungen der Haut. Es hilft den Stoffwechsel der Haut zu regenerieren, beruhigt und lindert Juckreize. Es genügt ein paar Tropfen auf die betroffenen Stellen zu geben und sanft einzumassieren. Auch zur Pflege des Fells ist geeignet. Ein paar Tropfen auf die Bürste genügt.

7. CBD Öl speziell für den Hund

Ähnlich wie Schwarzkümmelöl ist ja auch das CBD Öl noch eine sehr junge Neuentdeckung. So neu, dass es bislang in schwergängigen Mühlen der Gesetzgebung nicht als Futterergänzungsmittel bezeichnet werden kann. Deshalb spricht man beim CBD Öl immer noch meist von Pflege-Öl. Das breite Wirkspektrum von CBD Öl beim Menschen wird wohl noch einige Zeit heftig debattiert. Beim Hund gibt es zwar noch weniger Forschung als bei Menschen, jedoch sprechen hier zahlreiche Anwenderberichte dafür, dass es Wirkung zeigt. Denn Hunde kennen kein Placebo-Effekt, den man bei Menschen immer wieder unterstellt.

Prinzipiell muss zu CBD das Gleiche gesagt werden, wie zu allen Naturheilmitteln und auch fast allen Medikamenten: Sie heilen nicht, sondern primär lindern sie Symptomen und unterstützen den Heilungsprozess. Die Heilung an sich betreibt der Körper immer allein. Zu den bislang bekannten Anwendungsgebieten von CBD bei Hunden zählen:

  • Unruhiges und nervöses Verhalten
  • Lärmsensibilität und -phobie
  • Stress durch zu viel Menschen
  • Angst
  • Schlafschwierigkeiten
  • Entzündungen
  • Schmerzen jeglicher Art
  • Erkrankungen der Gelenke wie Arthritis oder Arthrose
  • Verdauungsstörungen
  • Demenz
  • Immunschwäche
  • Epilepsie

Hunde vertragen CBD genauso gut wie Menschen – auch bei einer täglichen Zuführung sind keine bedenklichen Nebenwirkungen bekannt. Zudem ist CBD kein psychoaktives Cannabinoid der Hanfpflanze wie das berüchtigte THC. Dennoch empfiehlt es sich, nicht einfach das für Menschen angebotene CBD Öl zu verwenden, sondern auf eine spezielles CBD Öl für Hunde. Denn ersten sollte das Basisöl neutral sein und es sollte keine aromatischen Zutaten enthalten sein. Sicher geht man da bei CBD Öl wie dieses von Fitono, wo man sich gänzlich auf CBD Öl für Hunde spezialisiert hat:

Sollte es in seltenen Fällen dennoch zu extremen Reaktionen des Hundes kommen, z. B. plötzlich nicht mehr nur ruhiger, sondern gar phlegmatisch, sollte man die Dosierung von CBD reduzieren. Ähnliches gilt, wenn man erhöhten Durst und auffällige Trockenheit der Schleimhäute feststellt.

Wichtige Ausnahme: Falls eine Hündin trächtig ist, soll man ihr kein CBD verabreichen. Untersuchungen ergaben, man könne nicht ausschließen, dass Cannabidiol die Entwicklung des Mutterkuchens stören könnte.

Dosierung der Öle:

Wenn es um Zugabe von Ölen zu einer gesunden Ernährung geht, sprechen wir meist von Teelöffel-Einheiten. Für kleine bis mittelgroße Hunde reicht meist halber Teelöffel Öl pro Tag, über das Futter gegeben, aus. Bei großen Hunden empfiehlt man einen Teelöffel pro 20 kg Körpergewicht.

Für Heilmittel-Öle, wie z. B. CBD Öl oder Schwarzkümmelöl, gibt es üblicherweise die Tropfen-Einheiten. Hier sollte man sich an den Empfehlungen der Hersteller orientieren.

Für alle Öle gilt: Viel hilft nicht immer viel. Und bei Futterergänzung empfiehlt es sich, öfter mal das Öl zu wechseln.

Bild von R+R Medicinals auf Pixabay

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