Davon erzählen, was Handeln bewirken kann. Burgthanner Dialoge

Die Burgthanner Dialoge sollen Menschen inspirieren und ermutigen, sich mit der Vielfalt gesellschaftlicher Themen zu beschäftigen und zeigen, dass Gestaltungsmacht dort gedeiht, wo Verbundenheit und Begeisterung spürbar sind, wo positive Einflussnahme durch Freundlichkeit, Gemeinsinn und Gerechtigkeit wächst. Sie ist das Ergebnis kleiner Handlungen und des persönlichen Engagements.
Um die aktuellen Probleme und Herausforderungen richtig zu bewältigen, braucht es anpackende Menschen, die klug und pragmatisch die Welt gestalten und wissen, dass sich Risiken nicht vermeiden lassen, indem einfach so weitergemacht wird wie bisher. In diesem Jahr steht die Veranstaltung am 19. Oktober steht deshalb unter dem gleichnamigen Motto des SpringerGabler-Buches „Visionäre von heute –Gestalter von morgen“. Viele der am Buch Beteiligten werden zu Gast sein, darunter die Fotokünstlerin Nicole Simon, von der das Titelbild ist (entliehen ihrem gleichnamigen Kalender POINT OF VIEW 2019, Werner Neumüller, Olaf Krebs, Tim Polifke, Tobias Loitsch und Felicitas Birkner.

Was Unternehmen mit hohem Digitalisierungswert anders machen

Die Referenten der diesjährigen Burgthanner Dialoge werden im nächsten Springer-Buch präsentiert, das 2019 erscheint. Ehrengast ist der ehemalige deutsche Fußballnationalspieler Arne Friedrich, der sich dem Thema „Gesundheit, Bildung, Integration – die Arne-Friedrich-Stiftung“ widmet. Referieren und diskutieren werden außerdem Aya Jaff, Gründerin und Geschäftsführerin der GmbH CoDesign Factory, die erörtert, „Was Unternehmen mit hohem Digitalisierungswert anders machen“ und Gordon Weuste, Gründer „Build & Grow e.V.“, der sein „Engagement für eine bessere Welt“ vorstellt.

Sie erzählen darüber, was sie zum Handeln bringt

Ihre Beispiele zeigen, dass es heute nicht darum geht, was Menschen sind, sondern wie viel Arbeit sie in eine Sache investieren und was sie tun. Erfolg stellt sich bei ihnen durch beständiges, konsequentes Handeln ein, was nur dann geschieht, wenn sie ihren eigenen Überzeugungen und Prioritäten treu sind.

„Wer darauf wartet, von anderen motiviert zu werden, wird es selten zu etwas bringen. Fredmund Malik“

Ihr Ziel ist immer größer als sie selbst. Sie fühlen sich glücklicher und erfüllter, wenn sie das Leben anderer bereichern. Auch wenn sie ein großes Ziel vor Augen haben, so lassen sie dabei das Naheliegende nicht außer Acht. Sie erzählen darüber, was sie zum Handeln bringt, wie sie mit ihrem Tun Relevanz stiften, als Mentoren Talente fördern und befähigen, ihre Potenziale voll auszuschöpfen.

Weil sie sich nicht festlegen lassen wollen und viele Identitäten haben

Kaum einer Generation wurde bislang so viel Beachtung geschenkt wie der Generation Y, also den jungen Erwachsenen, die Anfang der 1980er- bis Mitte der 1990er-Jahre geboren wurden und heute in den Arbeitsmarkt eintreten. Die diesjährigen Burgthanner Dialoge belegen, dass ihr Anspruch, die Welt in positiver Weise zu gestalten bei ihr besonders ausgeprägt ist.

„Kleine Firmen sind gesünder für die Wirtschaft. Sie machen kleine Fehler – große Unternehmen machen große Fehler. Wolfgang Grupp“

Sie räumt den Umständen keine zu große Macht über sich ein, weil sie ihnen dann die Entscheidung über ihr Handeln überlassen würden. Die „jungen Milden“, wie sie auch oft genannt werden, weil sie sich nicht festlegen lassen wollen und viele Identitäten haben, sind sich bewusst, dass sich durch Einsatz, Wille und Hartnäckigkeit enorm viel bewirken und erreichen lässt. Sie legt viel Wert auf soziale Komponenten, Sinnstiftung und Selbstbestimmung.

Es geht nicht um ein X, Y oder Z vor der jeweiligen Generation

Einige Personalchefs halten die Millennials für wehleidig, selbstverliebt, unpolitisch und verwöhnt. Doch viele Studien belegen das Gegenteil: So beobachten Soziologen, dass Tugenden wie Fleiß und Ehrgeiz seit Mitte der 1990er-Jahre bei der jüngeren Generation enorm an Bedeutung gewinnen. Wie in den Jahren zuvor ist die Botschaft der Burgthanner Dialoge eindeutig: Es geht nicht um ein X, Y oder Z vor der jeweiligen Generation, sondern um den Punkt, den jeder in der Welt setzt. Dort, wo er gerade steht, denn nur vor Ort werden komplexe Probleme gesehen und durch pragmatisches Handeln gelöst werden. Die Zukunft als Herausforderung tragen alle Generationen gemeinsam.

Jährlich im Oktober kommen Interessierte und Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft

Heinz Meyer, 1. Bürgermeister der Gemeinde Burgthann

Hintergrund: Die Burgthanner Dialoge sind eine nicht-kommerzielle Veranstaltungsreihe der Gemeinde Burgthann unter der Schirmherrschaft des 1. Bürgermeisters. Mit konzipiert wurde sie von der Nachhaltigkeitsexpertin und Publizistin Dr. Alexandra Hildebrandt, die dieses Format von Beginn an auch moderiert. Seit 2010 kommen jährlich im Oktober Interessierte und Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Haus der Musik (Unterferrieden) zusammen, um gemeinsam Antworten auf den umfassenden Wertewandel und zukunftsentscheidende Fragen zu finden.

Die Burgthanner Dialoge begleiten deshalb das kommunale Geschehen genauso wie die internationale Entwicklung und vermitteln allen das wichtige Gefühl von Bodenständigkeit, Zugehörigkeit und Identität.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Anmeldung und kostenfreien Teilnahme sowie eine Übersicht der Referenten.

Weiterführende Informationen

Eine fränkische Gemeinde im Gespräch und Spiegel der Gemeinschaft. Burgthanner Dialoge. Kindle Edition 2017. Elke Leser, Heinz Meyer und Alexandra Hildebrandt

Visionäre von heute – Gestalter von morgen: Inspirationen und Impulse für Unternehmer. Hg. von Alexandra Hildebrandt und Werner Neumüller. SpringerGabler Verlag, Heidelberg, Berlin 2018.

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