8 Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Alltag

Viele Menschen würden gern nachhaltiger leben, doch leicht ist das scheinbar nicht immer. Vor allem der Anfang erscheint vielen Menschen so schwer, dass sie es lieber ganz sein lassen. Dabei reichen bereits ein paar kleine Tricks, um den Einstieg in eine nachhaltigere Lebensweise zu schaffen. Der Rest entwickelt sich dann ganz von allein. Wichtig ist nur, anzufangen und dranzubleiben. Wenn jeder ein bisschen auf seinen ökologischen Fußabdruck achtet, kommen wir zusammen schon ein ganzes Stück voran.

Mehr Nachhaltigkeit beim Einkaufen

Saisonkalender beachten: Muss man wirklich zu jeder Jahreszeit alle Obst- und Gemüsesorten kaufen können? Für die Umwelt ist es auf jeden Fall besser, sich für die aktuell regional angebauten Sorten zu entscheiden und auf Obst zu verzichten, das tausende Kilometer unterwegs war, um in unserem Supermarkt zu landen. Generell ist es ratsam, Obst und Gemüse wenn möglich auf dem Wochenmarkt und regionalen Händlern zu kaufen.

Vor einem Neukauf Alternativen checken: Brauchen wir wirklich die zwanzigste Jeans? Wie Nützlich ist ein Tablet für uns, wenn wir bereits einen Laptop und ein Smartphone besitzen? Zu überlegen ist auch, ob das Produkt wirklich neu sein muss, oder ob man es ebenso gut gebraucht kaufen kann. Flohmärkte und Second Hands sind immer die nachhaltigere Alternative. Auch online gibt es inzwischen viele Möglichkeiten beispielsweise schöne Kleidung gebraucht zu kaufen (Kleiderkreisel, Mädchenflohmarkt). Auf REBELLE gibt es sogar Designerteile aus zweiter Hand. Denkt man noch einmal über die Notwendigkeit des gewünschten Produktes und Alternativen zum Kauf nach, lassen sich außerdem Impulskäufe leicht vermeiden.

Müll reduzieren

Plastik vermeiden: Es ist erschreckend, wenn man sich anschaut, wie viel Plastikmüll jedes Jahr produziert wird. In jeder Minute, die vergeht, landet eine Tonne Plastikmüll im Meer. Das klingt unglaublich, entspricht aber der traurigen Wahrheit. Beim Einkauf auf Plastik zu verzichten, gestaltet sich aber oftmals schwierig. Trotzdem ist es ein wichtiger Schritt, weniger in Plastik verpackte Produkte in den Einkaufswagen zu packen. Insbesondere Obst und Gemüse lassen sich gut ohne Verpackung kaufen. In einigen größeren Städten gibt es inzwischen sogar Geschäfte, wo man alle Produkte ohne Plastikverpackung erhält. Utopia zeigt eine Übersicht, wo es solche Supermärkte bereits gibt.

Auf Mehrzweck setzen: Um nicht bei jedem Einkauf eine neue Plastiktüte zu kaufen und damit neuen Müll zu produzieren, hilft es schon, einfach einen Jutebeutel oder ähnliches in die Handtasche packen. Auch die Verwendung von Glasflaschen für Getränke und Brotdosen für vorgekochtes Essen spart sowohl Geld als auch Müll.

Nachhaltiger Umgang mit Lebensmitteln

Weniger Fleisch essen: Vegetarier und Veganer liegen im Trend, werden aber auch oftmals zur Zielscheibe für Witze. Dabei machen sie mit ihrer Ernährung vieles richtig, denn ein geringer Fleischkonsum bedeutet auch einen kleineren CO2– Fußabdruck. Sowohl die Massentierhaltung als auch die Produktion von Fleisch und Wurst kosten Energie und belasten die Umwelt. Der WWF rät deshalb, nur dreimal wöchentlich Gerichte mit Fleischbeilage zu essen. Bio-Fleisch und Fleischwaren regionaler Metzger sind dann in jedem Fall die beste Wahl.

Weniger Lebensmittel wegwerfen: Nach wie vor werden in Deutschland große Mengen an Lebensmitteln weggeworfen. Die Gründe dafür sind oftmals vermeidbar. Weniger einzukaufen und Produkte richtig zu lagern, hilft den Abfall zu reduzieren. Außerdem sollten auch abgepackte Produkte, deren Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist, noch auf ihre Verzehrbarkeit überprüft werden. In vielen Fällen sind diese Lebensmittel trotz abgelaufenem MHD noch genießbar.

Mehr Nachhaltigkeit im Haushalt

Strom und Energie sparen: Dieser Tipp ist so alt wie wirkungsvoll. Wer die Heizung im Winter auf optimale 20°C einstellt und Elektrogeräte mittels abschaltbarerer Verteilersteckdosen vom Netz nimmt, spart Geld und schont die Umwelt. Das Licht auszumachen, wenn man den Raum verlässt und Klimaanlagen nur im Notfall zu verwenden, sind weitere einfache Möglichkeiten, den Stromverbrauch zu drosseln.

Wasserverbrauch reduzieren: Ähnlich wie das Stromsparen ist auch die Reduktion des Wasserbrauchs ein alter Tipp. Dennoch erscheint es noch immer nötig, daraufhin zu weisen. Deshalb: beim Duschen einfach mal das Wasser abstellen, während man sich die Haare shampooniert und den Geschirrspüler voll beladen, statt ihn jedes Mal für zwei Teller und drei Tassen anzustellen. Und auch an dieser Stelle sei noch einmal gesagt: die Produktion eines Steaks verbraucht so viel Wasser, dass man ein Jahr lang jeden zweiten Tag davon duschen könnte. Wassersparen fängt also schon bei der Planung der Mahlzeiten an.

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Nicole Siller, Lebendich. Wien
Ich durfte in meinem Leben schon viel über Veränderung und Kontinuität lernen, durch völlig unterschiedliche Lebensphasen gehen, ob privat oder beruflich. Es hat mich persönlich schon immer interessiert, wie/warum gute Beziehungen funktionieren. Auch wenn jedes Leben anders verläuft, Sie selbst haben viel mehr Spielräume sich in ihrem Tempo und mit Ihren Möglichkeiten zu entfalten, als Sie im Alltag sehen können.