Augen auf beim Urlaubskauf – so geht es sicher auf die nächste Reise!

Die Planung des Sommerurlaubs mag für Frühbucher längst abgeschlossen sein, doch für viele andere Reisende geht sie jetzt in die heiße Phase. Durch eine Reihe von Anschlägen in Europa und die allgemein kritische Sicherheitslage in der Welt, scheint das ideale Reiseziel jedoch nicht mehr so leicht zu finden zu sein. Immer öfter stellt sich die Frage: wo kann ich momentan sicher Urlaub machen und in welche Länder sollte ich – sei es auf politischen oder ethischen Gründen – vorerst nicht fahren?

Wie findet man sichere Reiseländer?

Für einen ersten Überblick über die Länder, in die man sicher reisen kann und in denen ein geringes Gesundheitsrisiko besteht, eignet sich die Nutzung der Travel Risk Map. In der oberen rechten Ecke lässt sich einstellen, welches Kriterium beachtet werden soll. Hier kann aus der allgemeinen Sicherheitslage, der medizinischen Versorgung und der Einschätzung der Straßen ausgewählt werden.

Nützlich sind auch die aktuellen Reise – und Sicherheitswarnungen des Auswärtigen Amts. Für eine lange Liste von Ländern werden hier Informationen zu Risiken bereitgestellt und Empfehlungen für Verhaltensregeln ausgesprochen. Da hierbei schnell der Eindruck entstehen kann, die Länder seien extrem unsicher, empfiehlt es sich dennoch auch Reiseführer zum jeweiligen Land oder Erfahrungsberichte von Reisebloggern hinzuzuziehen.

Sichere Reiseländer mit niedrigem Risiko

Als besonders sicher gelten noch immer viele Länder im europäischen Raum. Die Liste der sicheren Reiseländer wird angeführt von den skandinavischen Staaten, Island, der Schweiz und Slowenien. Auch Kanada, die USA und Australien gelten weiterhin als sicher und sind für Familienreisen ebenso zu empfehlen wie für Alleinreisende. Das erklärt auch eine Verschiebung der Reiseströme vom Südosten in den Westen. Europareisen und Kreuzfahrten werden insgesamt wieder beliebter.



Dennoch fühlen sich viele Menschen nach den Terroranschlägen in Frankreich, der Türkei und auch Deutschland auch in Europa nicht mehr sicher. Das Auswärtige Amt warnt deshalb vor Angriffen auf Orte mit Symbolcharakter (Regierungs- und Verwaltungsgebäude, Märkte, Orte mit großen Menschenansammlungen), weist aber gleichzeitig daraufhin, dass das Risiko Opfer eines Anschlags zu werden in westlichen Ländern noch immer sehr gering ist.

Weniger sichere Reiseländer und Länder mit hohem Risiko

Als weniger sichere Reiseländer zeigt die Travel Risk Map vor allem südamerikanische und afrikanische Länder. Hier besteht vor allen das Risiko Opfer von Überfällen und Gewalttaten zu werden oder sich mit Krankheiten wie Malaria, Cholera oder dem HIV-Virus zu infizieren. In Afrika werden außerdem einige Länder weiterhin von Stammes- und Grenzkonflikten beherrscht, was die allgemeine Sicherheitslage stark beeinflusst. In diesem Zusammenhang wird vor allem vor Reisen in den Südsudan, den Tschad und nach Niger gewarnt.

Das Auswärtige Amt spricht weiterhin sehr deutliche Reisewarnungen für die aktuellen Krisengebiete in Syrien, im Jemen und in Libyen. Auch Algerien, der Libanon, der Irak und Afghanistan werden weiterhin von Terror und Gewalttaten beherrscht. Für Ausländer besteht in all diesen Staaten außerdem ein hohes Entführungsrisiko. Auch das bei deutschen Urlaubern beliebte Ägypten birgt weiterhin Unsicherheiten für Reisende. Demonstrationen, gewalttätige Auseinandersetzungen sowie Terroranschläge beuteln das Land. Generell gilt es, sich im Vorfeld der Reise gut über das jeweilige Land zu informieren und die aktuelle Medienberichterstattung im Blick zu behalten.

Risiko von Naturkatastrophen

Ebenfalls gefährlich kann es in Asien und Ozeanien werden. Hier geht die Gefahr jedoch vor allem von Naturkatastrophen wie Taifunen, Tsunamis, Sturmfluten und Erdbeben aus. Besonders betroffen sind davon Japan, die Philippinen, die Regionen um Tokio und Hongkong. In Japan muss außerdem beachtet werden, dass nach dem Reaktorunfall in Fukushima im Jahr 2011 einige Gebiete weiterhin radioaktiv belastet sind.

Urlaub machen mit gutem Gewissen

Wer nicht nur sicher reisen will, sondern auch auf ethische Gesichtspunkte wertlegt, sollte den Ethical Traveler Report beachten. Hier werden über hundert Entwicklungsländer bezüglich ihrer Verbesserung der Menschenrechte, der Sozialfürsorge sowie des Tier- und Umweltschutzes bewertet. Die zehn Gewinner werden dann in einer Empfehlungsliste zusammengefasst. Für das Jahr 2017 heißen die Sieger:

  • Belize (Zentralamerika)
  • Kap Verde
  • Chile
  • Dominica
  • Costa Rica
  • Mongolei
  • Uruguay
  • Palau, Vanuatu und Tonga (Ozeanien).

#belize

Ein Beitrag geteilt von Ashley Hajek (@ashhajek) am

 

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