Ökobon statt Kassengift: Was man über die nachhaltige Alternative wissen sollte.

Ende Dezember 2016 beschloss das Komitee der Mitgliedsstaaten der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), die Alltagschemikalie Bisphenol A (BPA) – die auch in Thermopapieren wie Kassenzettel enthalten ist – wegen ihrer Toxizität auf die Fortpflanzung als besonders besorgniserregenden Stoff (SVHC) auf die REACH-Kandidatenliste zu setzen.

Unsicherheit, wie viel BPA aus Thermopapier über die Haut aufgenommen wird

Umgesetzt werden soll das Verbot des hormonell wirksamen Stoffes allerdings erst bis 2019. Die Regelung sieht vor, dass Thermopapiere nur noch maximal 0,02 Gewichtsprozent BPA enthalten dürfen. BPA steht seit Jahren in der Kritik. Die Unsicherheit, wie viel BPA aus Thermopapier über die Haut aufgenommen wird, ist um ein Vielfaches höher als bei der Aufnahme aus Lebensmitteln.

Die Wirkung wird seit Jahren kontrovers diskutiert: Durch den Kontakt mit Säuren und Laugen sowie bei Erwärmung und Hitze kann sich BPA aus dem Kunststoff lösen und in die Luft oder in den Inhalt (z.B. Lebensmittel) übergehen.

Thermodruckpapier von Kassenzetteln weiterhin mit der umstrittenen Substanz

In Frankreich gibt es seit 2015 ein generelles Verbot von BPA in Lebensmittelverpackungen. Auch in der Schweiz und Schweden wird ein Komplett-Verbot diskutiert. Seit einigen Jahren sind giftige Kassazettel zwar auf dem Rückzug, neuere Tests zeigen jedoch immer wieder, dass Thermodruckpapier von Kassenzetteln weiterhin mit der umstrittenen Substanz Bisphenol A (BPA) im Umlauf ist.

Inzwischen gibt es jedoch eine nachhaltige Alternative, deren Technologie zwar nicht neu ist, die Thermoschicht aber neu erfunden werden musste. Die ÖKOBON ist die erste ihrer Art mit Lebensmittelzulassung. „Sie ist frei von chemischem Farbentwickler und sämtliche Inhaltsstoffe sind von einem neutralen Prüfungsinstitut auf toxische, krebserregende und gefährliche Chemikalien geprüft.“ (Quelle und Verfügbarkeit: memo AG)

Das Thermopapier…

  • ist UV-beständig, 100 % ohne chemische Farbentwickler, öl- und wasserresistent, mindestens 25 Jahre haltbar
  • besteht aus einem Basispapier aus nachhaltiger Holzwirtschaft (FSC-zertifiziert)
  • hat eine Beschichtung, die auf die Hitze des Thermodruckkopfes reagiert
  • enthält im Unterschied zu üblichen Thermopapieren feine Bläschen, die durch punktuelle Hitzeübertragung des
  • Thermodruckers kollabieren diese physikalische Reaktion macht die darunter liegende, schwarze Schicht sichtbar)
  • zerfällt unter Kompostbedingungen innerhalb von vier Wochen zu rund 75 % und ist im Altpapier entsorgbar.

Weitere Informationen: Claudia Silber und Alexandra Hildebrandt: Gut zu wissen… wie es grüner geht: Die wichtigsten Tipps für ein bewusstes Leben. Amazon Media EU S.à r.l. Kindle Edition 2016.

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