Verschlackung und Cellulite verstehen und den Körper unterstützen

Verbrennt man ein Stück trockenes Holz mit ausreichend Sauerstoff bleibt kaum Asche übrig. Verbrennt man hingegen ein Stück feuchte Spanplatten ohne ausreichend Sauerstoff, dann gibt es kein richtiges Feuer, sondern der Brand schwelt vor sich hin, das Stück Sperrholz kann nicht komplett verbrannt werden und es bleiben Reste übrig.

Qualitativ hochwertige Nahrung, ausreichend Sauerstoff und Bewegung

gute-nahrungSo ähnlich kann man sich die Verbrennung von Nahrung im Körper vorstellen. Und der Vergleich zum Holz ist nicht weit hergeholt. Denn Nahrung besteht wie das Holz zum größten Teil aus Kohlenstoff und wird mit Hilfe von Sauerstoff zu Wasser und CO2 verbrannt und unter optimalen Bedingungen fallen dabei kaum Rückstände an. Optimale Bedingungen wären beispielsweise qualitativ hochwertige Nahrung und ausreichend Sauerstoff und Bewegung.

Wenn wir Nahrung zu uns nehmen, die von ihrer Qualität eher auf dem Level von Sperrholz angesiedelt ist, also mit vielen Zusatz- und Giftstoffen, die der Körper zwar aufnimmt, aber nicht gut verarbeiten kann, müssen diese Stoffe aus dem Blutkreislauf entfernt und irgendwo gelagert werden.

Giftstoffe die der Körper nicht gut verarbeiten kann

keine-bewegungBeispielsweise, wenn wir Nahrung zu uns nehmen, die von ihrer Qualität eher auf dem Level von Sperrholz angesiedelt wäre, also mit vielen Zusatz- und Giftstoffen, die der Körper zwar aufnimmt, aber nicht gut verarbeiten kann. Oder mangelnde Bewegung, die dazu führt, dass die Zellen nicht aktiv genug sind um das Zuviel an Nahrung verstoffwechseln zu können.

Nun hat der Körper ein raffiniertes System entwickelt, um diese Stoffe unschädlich zu machen und einzulagern. Er speichert diese Stoffe kurzerhand im Fettgewebe. Bei Frauen kommt jedoch erschwerend hinzu, dass durch die schrittweise Östrogenabnahme im Alter nach und nach die Kollagenstränge, die für die Festigkeit des Bindegewebes zuständig sind, abgebaut werden. Dies ist unter anderem einer der Hauptfaktoren für Cellulitis.

Männer leiden deutlich seltener an Cellulitis als Frauen

Die lästigen Dellen entstehen möglicherweise dadurch, dass die Lymphdrainagen der Fettlast nicht mehr standhalten können und es zu einer Stauung der Lymphe kommt. Das Wasser sammelt sich immer mehr an und ist als lokales Ödem irgendwann auch von außen sichtbar. Eine Störung des Lymphflusses kann aber auch durch kleine Entzündungen im Gewebe entstehen. Diese Entzündungen können durch Bakterien, aber auch durch Giftstoffe verursacht sein.

In diesem Falle würden die Schlacken und toxischen Produkte, die im Fettgewebe abgelagert sind, möglicherweise zu vielen kleinen Mikroentzündungen führen, die wiederum viele kleine Mikroödeme (Flüssigkeitsansammlungen) nach sich ziehen. Der reduzierte Abtransport bei Cellulitis erschwert jedoch den natürlichen Entschlackungsprozess, so dass es zu einem regelrechten Teufelskreis kommt. Aus diesem Grund ist es insbesondere für Frauen mit Cellulitis besonders wichtig auf ihre Entgiftung und Entschlackung zu achten. Um den Körper zu entschlacken und dem Blutfluss wieder den Zugang in die entlegenen Winkel der Fettdepots zu ermöglichen, muss man auf mehreren Ebenen aktiv werden:

  • Stoffwechselaktivierung
  • Sauerstoffversorgung verbessern
  • Reduktion der Aufnahme von belastenden Nahrungsmitteln
  • Abtransport von bereits eingelagerten Giftstoffen
  • Entspannung

Bewegung ist der wichtigste Schlüssel zur Entschlackung. Bewegung führt dazu, dass die Lymphe durch die Muskelbewegung passiv mitbewegt wird und der Abtransport der Stoffe wieder besser funktioniert.

bewegung

Durch erhöhnten Stoffwechsel wird Schicht für Schicht abgetragen

Dauerhaft werden somit auch die Schlackstoffe nach und nach aufgelöst und die Mikroentzündungen können abheilen. Bewegung aktiviert den Stoffwechsel in den Zellen und gleichzeitig auch die Sauerstoffversorgung. Viel Trinken unterstützt die Transportprozesse, weil sowohl das Blut als auch die interzelluläre Gewebsflüssigkeit dünnflüssiger wird und somit Abfallprodukte besser abtransportiert werden können. Veränderungen bei der Ernährung sind nötig, damit man die Schlackeschichten nicht immer weiter aufbaut und so die alten über die Jahre angelagerten Schlacken Schicht für Schicht abgetragen werden können. Aber auch Entspannung ist wichtig, denn häufig erhöhte Stressreaktionen drosseln das Immunsystem, so dass Mikroentzündungen nicht abheilen oder sogar noch weiter entstehen. Außerdem kann chronischer Stress die Nebennieren ermüden, was zu Östrogenmangel und somit zum Abbau von Kollagen führen kann.

Leider findet dieser Prozess in erster Linie von innen nach außen statt und dauert sehr lange. Vor allem cellulitegeplagte Frauen verlässt schnell der Mut und die Motivation, diesen aufwändigeren und zeitintensiveren Lebensrhythmus beizubehalten. Um den Prozess und den Körper bestmöglich beim Entschlacken zu unterstützen, kann man neben dem Bewegen und Trinken, welches nicht oft genug erwähnt werden kann, auch entgiftungsfördernde „super foods“ zu sich nehmen.

Die Chlorella Alge ist beispielsweise seit einiger Zeit auf Grund ihrer außergewöhnlich positiven gesundheitlichen Wirkung bekannt und wird zur Entschlackung und Ausleitung benutzt.

Chlorophyll hat eine vitalisierende Wirkung auf unser Blut

Durch ihre hohe Konzentration an Chlorophyll hat sie eine vitalisierende Wirkung auf das Blut, da Chlorophyll und Hämoglobin in ihrer Struktur identisch sind, nur dass das Chlorophyll ein Magnesium Ion und Hämoglobin ein Eisen Ion gebunden hat. Darüber hinaus kann die Alge den Körper mit einer enormen Menge an Mineralien und Antioxidantien versorgen und hat zudem noch eine basische Wirkung. Im Darm bindet die Alge krebserregende Giftstoffe zu einem unlöslichen Konglomerat, welches dann ausgeschieden wird.

Optische Veränderungen hingegen lassen sich dementsprechend erst am Ende des Prozesses beobachten. Aus diesem Grund betreibt die Kosmetikindustrie einen großen Aufwand, diesen Prozess auch von außen zu unterstützen. Bislang bestanden physiologische Schranken, die bereits existierenden hochwirksamen Stoffe zur Zellaktivierung und Entzündungshemmung durch die Hautschichten zu leiten. Dies ist inzwischen durch verträgliche und funktionale Liposome und Peptide möglich, die die Wirkstoffe umschließen und von den Zellen gut aufgenommen werden können. Dies ermöglichte das Entstehen von hocheffizienten Cremes, die bereits bei kurzer Anwendung zu sichtbaren Veränderungen des Hautbildes führen.

Effizienz dieser Cremes ist teilweise sogar so hoch, dass die anfallenden Schlackstoffe und Gifte das System fluten und der Körper beim Ausleiten Unterstützung braucht. Deswegen sind auch hier Bewegung, gesundes maßvolles Essen, Trinken, Entspannung und die Ausleitung von Giftstoffen nötig, um den Körper Schicht für Schicht zu entschlacken, um Krankheiten vorzubeugen und vital zu sein.


Autorin Caroline Böttiger

Caroline BoettigerCaroline Böttiger, M.Sc. Heilpraktikerin für Psychotherapie promoviert an der Charite Universitätsmedizin Berlin im Bereich experimenteller Neurologie, praktiziert als Heilpraktikerin für Psychotherapie in eigener Praxis und ist Dozentin und Seminarleiterin in verschiedenen Bildungseinrichtungen.

Weitere Informationen zur eigenen Praxis unter: www.boettiger-psychotherapie.de. Caroline Böttiger ist zudem Leiterin von Das Mitte Institut – Emotions-Seminare

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