3 Gründe warum Yoga gut für Ihr Herz ist

Yoga erfreut sich in den letzten Jahren einer Wachsenden Popularität, dennoch werden in Krankenhäusern und Kur-Kliniken nur sehr selten Yogakurse angeboten. Doch es gibt offensichtliche positive Effekte für Körper und Geist bei der Kombination aus kontrollierter Atmung und Mediation. Wissenschaftliche Studien haben die positiven Effekte von Yoga auf wichtige Herzfunktionen bestätigt und empfehlen Yoga in die Therapie herzkranker Patienten zu integrieren.

Yoga reduziert die Häufigkeit von absoluter Arrhythmie (Vorhofflimmern)
Absolute Arrhythmie ist die häufigste bedeutsame Herzrhythmusstörung, allein in Deutschland leiden darunter etwa 300.000 Menschen. Etwa 70 Prozent der Vorhofflimmer-Attacken bemerken die Patienten nicht. Häufige Krankenhausaufenthalte und hohe Behandlungskosten in Millionenhöhe sind die Folge.

Kürzlich wurde eine Studie mit bis zu achtzigjährigen betroffenen Patienten über sechs Monate durchgeführt. Die ersten drei Monate wurden die Teilnehmer nur beobachtet, danach praktizierten sie wöchentlich zwei mal für 60 Minuten Yoga. In den letzten drei Monaten kam es zu deutlich weniger Vorhofflimmer-Attacken als in den ersten drei. Die Patienten empfanden eine Steigerung der Lebensqualität, da außerdem der Blutdruck und der Ruhepuls niedriger waren als zuvor.

2. Yoga hilft gegen hohen Blutdruck
Bluthochdruck oder Hypertonie (HTN) betrifft Millionen von Menschen weltweit und zu Herzkrankheiten, Schlaganfällen und Nierenversagen führen. Die übliche Therapie bestehen aus Medikamenten und strengen Diäten. Kürzlich haben 50 Patienten mit HTN an einer Studie teilgenommen bei der sie für 15 Tage jeden Tag zwei Stunden Yoga praktizierten. Die Herzfunktion wurde vor und nach dieser Studie beurteilt. Nach 15 Tagen waren die Ruheherzfrequenz, der systolische und diastolische Blutdruck signifikant reduziert. Eine Vergleichsgruppe, die kein Yoga praktizierte zeigte keinerlei Veränderung.

3. Yoga reduziert Stress
Das autonome Nervensystem (ANS) steuert die Funktion der Herzfrequenz und den Blutdruck. Ein Herz, das gesund ist zeigt eine Differenz in Herzfrequenz und Blutdruck während der Ein- und Ausatmung, bei einer Herzerkrankung zeigt sich eine geringerer Unterschied der so genannt Herzratenvariabilität (HRV). HRV wird von den beiden Teilen des autonomen Nevensystems beeinflusst: dem parasympathischen und sympathischen Nervensystem.

Wissenschaftler verglichen die Herzratenvariabilität von Personen die regelmäßig Yoga praktizieren mit Kontrollpersonen, die keine Yoga betreiben. Die HRV der Yoga-Praktizierende war deutlich erhöht und sie zeigten eine geringere sympathische (Stress, Adrenalin) und parasympathische Spannung (Entspannung, Funktion er inneren Organe ) des autonomen Nervensystems.

Yoga sollte von Patienten und behandelten Ärzten als eine wirkungsvolle Therapie zur Steuerung Stress, Hypertonie, und Herzrhythmusstörungen berücksichtigt werden.